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Arminia Bielefeld v Hertha BSC - DFB Cup
Arminia Bielefeld schaltete im laufenden Pokal-Wettbewerb bereits zwei Bundesligisten aus © Getty Images

Bielefeld und München - Arminia Bielefeld geht mal wieder als Außenseiter in ein Pokal-Duell. Doch der Aufwind aus der Meisterschaft lässt Norbert Meier und Co. auch gegen Mönchengladbach hoffen.

Ja, die Rollen sind in diesem Duell klar verteilt. Darüber gibt es kaum unterschiedliche Meinungen, wenn der Drittligist den Bundesligisten empfängt. Wenn es Arminia Bielefeld im DFB-Pokal-Viertelfinale mit Borussia Mönchengladbach (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER und im Sportradio SPORT1.fm) zu tun bekommt.

"Die Chancen sind geringer als die von Gladbach, ins Halbfinale einzuziehen", sagt Mittelfeldspieler Tom Schütz realistisch.

Eine Situation, mit der die Ost-Westfalen bestens vertraut sind.

Zweimal Pokal-Schreck

Schon in den vergangenen beiden Runden bekamen sie es mit vermeintlichen Favoriten aus der Bundesliga zu tun. Die Hürden Hertha (4:2 i. E.) und Werder (3:1) meisterte die Truppe von Coach Norbert Meier. Nach den Bremern, für die Meier immerhin neun Jahre seine Fußball-Schuhe schnürte, kann er nun auch für seinen nächsten Ex-Klub Mönchengladbach zum Pokalschreck werden.

Umso praktischer für die Arminia, dass sie sich im Aufwind befindet und den Schwung aus dem Meisterschaftsbetrieb mitnehmen kann. Denn Bielefeld befindet sich auf dem besten Weg zurück in die Fußball-Zweitklassigkeit.

Nach dem jüngsten 3:0-Heimsieg gegen Energie Cottbus thront Bielefeld mit 62 Zählern an der Spitze. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt sieben Punkte.

"Noch krasserer Außenseiter als zuvor"

Doch das steht jetzt erst einmal hinten an. Die volle Konzentration gilt dem starken Tabellen-Dritten aus der Bundesliga. "Mit den Fans im Rücken werden wir auch gegen Gladbach wieder alles reinhauen", beteuert Florian Dick.

Auch wenn die Ausgangslage gegen Hertha und Werder ähnlich war. "Wir sind noch krasserer Außenseiter als in den Spielen zuvor", sagte Geschäftsführer Marcus Uhlig im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst.

Dennoch verspricht er: "Es wird die typisch Bielefelder Atmosphäre herrschen. Wir haben ein fantastisches, fanatisches Publikum, Aprilwetter, Flutlicht - und wir werden uns mit allem, was wir haben, wehren."

Favre warnt vor Bielefeld

Das ist gewiss nicht wenig. Das ist auch dem Gegner nicht entgangen. "Sie sind gefährlich bei Standards und kombinieren sehr gut", warnt Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre.

Dabei schien es zunächst so, als würde die Arminia nach dem Abstiegs-Drama in der vergangenen Saison in ein Loch fallen. Dennoch bewahrten die Verantwortlichen die Ruhe. Auch, als Coach Meier "sicher ein Risiko und im Umfeld umstritten war", wie es Sportchef Samir Arabi formulierte.

Doch die "Jetzt erst Recht"-Mentalität sorgte für den Aufschwung. Nach mäßigem Saisonstart war nach Ansicht von Arabi das 4:1 gegen Zweitligist SV Sandhausen in der ersten Pokalrunde "der Turnaround".

Erfolge bringen Selbstvertrauen

Meier betonte, welche Bedeutung der Erfolg im Pokal "für die Stadt, den Verein und die Mannschaft" habe: "Das ist positive Werbung und auch finanziell enorm wichtig".

Und bei allem Realismus - an Selbstvertrauen mangelt es den Bielefeldern nicht. "Chancenlos", sagt Keeper Alexander Schwolow, "sind wir nicht."

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