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München - Für den BVB-Außenverteidiger sind die Anhänger ein wichtiger Faktor zum Weiterkommen. Freiburgs Trainer Streich regt sich über einen Elfmeterpfiff auf. Die Stimmen.

Die Hoffenheimer haderten nach dem 2:3 bei Borussia Dortmund vor allem mit dem "Sonntagsschuss" von Sebstian Kehl. "Wir müssen das 3:2 machen, dann ist das Spiel vorbei", sagte Torwart Oliver Baumann in der ARD: "So gehen wir in die Verlängerung, lassen Sebastian Kehl einmal zuviel Platz und dann ist es passiert."

Zuvor hatte ein Elfmeter das Viertelfinale zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Freiburg entschieden.

Ricardo Rodriguez verwandelte, die favorisierten Wölfe zogen dank des knappen 1:0 zum dritten Mal in Folge in das Halbfinale des DFB-Pokals ein.

Ziemlich bedient war jedoch Freiburgs Trainer Christian Streich, der die Strafstoßentscheidung von Schiedsrichter Tobias Stieler nicht nachvollziehen konnte.

"Das ist natürlich kein Elfmeter", ärgerte sich Streich bei Sky: "Man sieht eindeutig, dass Julian Schuster wegzieht und Daniel Caligiuri den Kontakt sucht. Schade, dass ein Spiel durch so einen Elfmeter entschieden wird. Dass die Mannschaft so bestraft wird, ist Wahnsinn."

SPORT1 hat die Reaktionen zusammengefasst.

Borussia Dortmund - Hoffenheim

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): "Ich finde, wir waren genau den Tick besser, wie es das Ergebnis ausdrückt. Es war ein super intensives Spiel. Wir haben das gut gemacht. In der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft eine tolle Reaktion gezeigt."
    
Markus Gisdol (Trainer 1899 Hoffenheim): "Für neutrale Zuschauer war das eine tolle Partie. Es ist schade, dass wir ausgeschieden sind. Wir hatten gute Phasen, Dortmund hatte gute Phasen. Der Sonntagsschuss von Kehl hat uns weh getan. Wir hatten noch ein, zwei gute Chancen, um nochmal in Führung zu gehen. Aber es sollte heute halt nicht sein."

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund): "Das war ein sehr emotionaler Pokalabend. Insgesamt waren wir dieses eine Tor besser, deshalb ist der Sieg auch verdient. Die Mannschaft ist voll an ihre Grenzen gegangen und hat sich sehr kämpferisch gezeigt."

Sebastian Kehl (Borussia Dortmund): "Ich habe den Ball gar nicht mal so fest getroffen und hatte am Ende ein bisschen Glück, dass er gegen den Innenpfosten geht. Beide Mannschaften haben sehr viel investiert, das war ein Finale, auch wenn es noch keinen Pokal gibt."

Erik Durm (Borussia Dortmund): "Ohne die Fans hätten wir das heute nicht geschafft. Dass wir ein 2:1 so rumreißen, spricht für die Mannschaft. Wir haben uns in alles reingeschmissen und nie aufgehört, nach vorne zu spielen."

Andreas Beck (Kapitän 1899 Hoffenheim): "Wir können mit erhobenem Haupt vom Platz gehen, dennoch ist die Enttäuschung riesengroß. Es war von beiden Mannschaften ein absoluter Fight, Dortmund hat viel investiert. Am Ende kann man nur gratulieren."

Oliver Baumann (Torhüter 1899 Hoffenheim): "Schade, dass wir in der Verlängerung nicht noch den Ausgleich geschossen haben, wir hätten es verdient gehabt."

Kevin Volland (1899 Hoffenheim): "So ein Sonntagsschuss hat uns in der entscheidenden Phase richtig wehgetan. Die Leidenschaft war großartig von uns, wie wir Fußball gespielt haben und immer gefährlich waren. Das muss der Grundstein für die nächsten Partien sein."

VfL Wolfsburg - SC Freiburg

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Das ist natürlich kein Elfmeter. Man sieht eindeutig, dass Julian Schuster wegzieht und Daniel Caligiuri den Kontakt sucht. Schade, dass ein Spiel durch so einen Elfmeter entschieden wird. Dass die Mannschaft so bestraft wird, ist Wahnsinn. Wir müssen das wegstecken und uns gegen solche Widerstände behaupten - das war immer so und wird offensichtlich so bleiben.“

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir haben eine halbe Stunde gebraucht, um ins Laufen zu kommen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann den Druck deutlich erhöht. Man sieht, dass dem einen oder anderen die Körner fehlen. Aber der Mannschaft gebührt ein riesen Kompliment, wie sie die Strapazen der drei Wettbewerbe wegsteckt."

Klaus Allofs (Manager VfL Wolfsburg): "Wir haben erwartet, dass es heute schwer werden würde. Auch die letzten Bundesligaspiele waren nicht mehr so durchgehend gut, wie wir das vorher gemacht haben. Man merkt, dass dem einen oder anderen doch so ein bisschen die Kraft und Spritzigkeit gefehlt hat. Wir sind im Moment nicht so voll da, wie in den letzten Wochen."

Daniel Caligiuri (VfL Wolfsburg): "Freiburg hat uns das Leben schwer gemacht, das hatten wir auch so erwarten. Wir haben jetzt die entscheidenden Wochen vor uns und müssen jetzt alles rausholen und konzentriert bleiben."

Julian Schuster (SC Freiburg): "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und haben es leider verpasst in Führung zu gehen. In der zweiten Halbzeit waren wir dann leider nicht mehr so konsequent, das ist schade. Das reicht gegen eine so starke Mannschaft wie Wolfsburg nicht, um weiterzukommen."

Felix Klaus (SC Freiburg): "Für uns war es wichtig, hier einen guten Auftritt hinzulegen. Man hat gesehen, dass wir gut drauf sind. Ich denke, wir können trotz der Niederlage stolz sein. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und darauf können wir aufbauen."

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