Video

München - Pep Guardiola spricht überraschend über die Zukunft des Vizekapitäns. Gegen Borussia Dortmund stellt sich die Mittelfeldzentrale quasi von selbst auf.

Bastian Schweinsteiger ist gerade in den Fußballolymp aufgestiegen - mit acht Meisterschaften auf Augenhöhe mit den Bayern-Legenden Oliver Kahn und Mehmet Scholl.

Doch ein paar Sätze von Pep Guardiola dürften am Montag genügt haben, um den Kapitän der Nationalmannschaft zu erden.

Denn der Trainer des FC Bayern München sprach von sich aus explizit Schweinsteigers Zukunft an.

"Die Zukunft hängt von ihm selbst ab"

Auf die Frage, wie er Schweinsteigers Leistung für den Verein einordne und welche Rolle er am Dienstag im Pokalkracher gegen Borussia Dortmund (ab 20 Uhr in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) spiele, sagte Guardiola zunächst: "Ich habe Basti zu diesen Titeln gratuliert."

Dann machte er die weitere Perspektive des Weltmeisters zum Thema: "Ich denke, die Zukunft von Basti hängt von ihm ab. In dieser Situation trifft er eine Entscheidung für sich selbst. Der Trainer kann nicht entscheiden, ob er ein, zwei, drei oder vier Jahre mehr bleibt. Der große Spieler in der großen Geschichte dieses Vereins muss selber für sich entscheiden."

Im Klartext: Eine Entscheidung Schweinsteigers ist gefragt.

USA-Gerüchte halten sich

Die ohne Not vorgetragenen Äußerungen des Bayern-Coachs überraschen. Und kommen zu einem heiklen Zeitpunkt.

Erst vergangene Woche rückten Gerüchte Schweinsteiger in die Nähe eines Engagements in den USA. Dabei läuft der Vertrag des Routiniers bis 2016, der 30-Jährige hat sich selbst noch nicht zum Thema einer Verlängerung geäußert.

Guardiola blickte auch erstaunlich ehrlich auf die vergangenen beiden Jahre mit Schweinsteiger zurück.  "Basti war in den letzten zwei Jahren viel verletzt. Wenn er ein bisschen fit war, hat er immer gespielt. Wenn er nicht fit war, hat er auch gespielt."

Soll heißen, Schweinsteiger ging für seinen FC Bayern oft körperlich ans Limit oder darüber hinaus.

Mittelfeldreihe mit Schweinsteiger, Alonso und Thiago

Gegen Hertha BSC erzielte der Weltmeister das Siegtor, ebnete seinem Klub so den Weg zum 25. Titel. Und das nach Knöchelproblemen und einem überstandenen Virusinfekt. Xabi Alonso saß bei der Partie dagegen auf der Bank, gegen Dortmund dürfte er an der Seite von Schweinsteiger und Thiago Alcantara die Mittelfeldreihe bilden.

SPORT1 geht davon aus, dass der angeschlagene Rafinha nicht rechtzeitig fit wird, Philipp Lahm wird so in die Viererkette rücken.

Zudem dürfte Arjen Robben nach überstandenem Bauchmuskelriss beginnen, Mario Götze droht die Bank.

"Zeitnah" wieder Gespräche

Das Thema um Schweinsteigers Zukunft wird auch die Pokal-Partie überdauern. Die Vertragsgespräche ruhen im Moment, von Schweinsteigers Manager Robert Schneider hat SPORT1 erfahren, dass sie "zeitnah" wieder aufgenommen werden sollen.

Klar ist: Schweinsteiger will bis 2018 auf höchstem Niveau weiterspielen. In den USA geht das nicht.

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel