vergrößernverkleinern
Borussia Mönchengladbach steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals
Borussia Mönchengladbach steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals © Getty Images

Hamburg - Nach einem Rückstand erarbeitet sich die Borussia beim FC St. Pauli nach und nach ein Übergewicht - und schlägt in den entscheidenden Momenten eiskalt zu.

Erst enttäuschend, dann wie entfesselt: Vor der Kür in der Champions League hat Borussia Mönchengladbach seine Pflichtaufgabe in der ersten DFB-Pokalrunde beim FC St. Pauli am Ende ohne Probleme gelöst.

Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit setzte sich der dreimalige Pokalsieger letztlich verdient mit 4:1 (0:1) durch.

"In der ersten Halbzeit hatten wir auch mehr Ballbesitz, aber wir haben zu langsam gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir deutlich schneller gespielt", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl bei Sky.

Binnen 120 Sekunden brachten sich die Gladbacher auf die Siegesstraße. In der 54. Minute drosch Lars Stindl den Ball aus kurzer Distanz ins Tor der Platzherren.

Ibrahima Traore überwand in der 56. Minute St. Paulis Torhüter Robin Himmelmann erneut, ehe Neuzugang Stindl seinen Doppelpack perfekt machte (67.). Der eingewechselte Thorgan Hazard (86.) stellte den Endstand her.

Traumtor von Rzatkowski

"Es war vor dieser Kulisse ein ganz, ganz schweres Auswärtsspiel für uns. Aber wir haben unsere Aufgabe erfüllt und sind verdient in die zweite Runde eingezogen", sagte Matchwinner Stindl in der ARD.

Nur bis zu Halbzeitpause durfte das Team von Coach Ewald Lienen vor 28.175 Zuschauern von der Pokalüberraschung träumen.

Durch ein sehenswertes Tor von Marc Rzatkowski in der 33. Minute gingen die Gastgeber nach 45 Minuten nicht unverdient mit einer Führung vom Rasen. Der Mittelfeldspieler war mit einem für Gladbachs Torhüter Yann Sommer unhaltbaren Schuss in den Winkel erfolgreich.

Mit risikoarmem, aber sicherem Passspiel machten die Hamburger den Gästen in der Anfangsphase das Leben schwerer als erwartet. Die Rheinländer waren im Zweikampfverhalten die geschicktere Mannschaft, doch wirkliche Gefahr kam vor dem Tor der Hanseaten selten auf.

Lediglich in der siebten Minute wurde Himmelmann ernsthaft geprüft, wehrte aber den Schrägschuss von Traore ab.

Gladbach kämpft sich ins Spiel

180 Sekunden später hätten aber auch die Norddeutschen in Führung gehen können, als Lennart Thy in aussichtsreicher Position nur um Zentimeter an einer Flanke des Südkoreaners Kyoung-Rok Choi vorbeirutschte.

Erst Mitte der ersten Halbzeit erarbeitete sich der fünfmalige Meister eine leichte Feldüberlegenheit, ohne dass sich an der Harmlosigkeit der Gladbacher zunächst etwas änderte. Stattdessen trafen die Kiezkicker zur vorübergehenden Führung.

Nach den schnellen Toren der Gladbacher fand der Favorit zu mehr Spielsicherheit. St. Pauli gab allerdings keineswegs auf, doch klare Torchancen erarbeitete man sich in dieser Phase nicht.

Nach dem zweiten Stindl-Treffer war die Partie dann endgültig entschieden.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel