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Reutlingen vs. Karlsruhe
Der Karlsruher SC hat sich gegen den SSV Reutlingen gleich drei Rote Karten und drei Elfmeter eingefangen © imago

Karlsruher tritt sich gegen Reutlingen selbst aus dem Pokal. Nicht nur drei Spieler fliegen, auch Trainer Kauczinski muss gehen. Ein Reutlinger schnürt einen Dreierpack.

Der Karlsruher SC hat sich nach seinem verpatzten Ligastart auch noch im DFB-Pokal blamiert.

Der Zweitligist, im Mai erst in der Relegation zur Bundesliga gescheitert, schied beim fünftklassigen SSV Reutlingen am Ende zu acht mit einem 1:3 (0:2) sensationell aus.

Man merkt, dass es noch nicht so läuft", sagte KSC-Trainer Markus Kauczinski und bemühte sich um eine sachliche Analyse des Dilemmas: "Es war eine kurze Pause und eine kurze Vorbereitung. Die Gründe sind vielschichtig. Manche haben noch das Scheitern in der Relegation im Kopf."

Kapitän Daniel Gordon wurde prägnanter: "Wenn's scheiße läuft, läuft's scheiße."

Drei Karlsruher Spieler fliegen

Der KSC wollte seine zwei Niederlagen zum Saisonauftakt vergessen lassen, stellte sich aber gleich mehrmals selbst ein Bein - im wahrsten Sinne.

Zunächst foulte Manuel Gulde seinen in den Strafraum ziehenden Gegenspieler, dafür sah er Rot.

Danach war es Gaetan Krebs, der unnötig Daniel Schachtschneider zu Fall brachte und den zweiten Elfmeter verursachte. Kurz vor Schluss foulte dann noch Jannik Dehm, der ebenfalls Rot sah, im Strafraum.

Dreimal verwandelte Giuseppe Ricciardi (13./33./90.+1) vom Elfmeterpunkt sicher.

Auch der Trainer muss gehen

Schon kurz nach der Pause hatte sich der KSC weiter dezimiert.

Daniel Gordon ließ sich nach einem harten Zweikampf mit Schachtschneider zu einem Tritt auf dessen Wade hinreißen - Trainer Markus Kauczinski regte sich über die berechtigte Rote Karte dermaßen auf, dass er auf die Tribüne geschickt wurde.

Dennis Kempe (63.) traf danach noch zum Anschlusstreffer.

Offensiv hatte der Zweitligist seine besten Phasen vor 8166 Zuschauern im Stadion an der Kreuzeiche kurz vor und kurz nach der Pause. Einmal musste Reutlingen auf der Linie klären (45.+3), dann schoss der eingewechselte Neuzugang Erwin Hoffer (46.) freistehend den SSV-Torhüter Denis Grgic an. 

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