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Leverkusen - Mit seiner starken Leistung im Pokal-Achtelfinale in Haching beendet Leverkusens Torjäger sämtliche Wechselgerüchte. Rudi Völler betont bei SPORT1 Kießlings Bedeutung.

Erst frustrierter Bankdrücker, jetzt wieder gefeierter Torjäger - "und das in nur vier Tagen. So schnell kann es im Fußball gehen", sagte Stefan Kießling mit einem breiten Grinsen.

Beim 31 Jahre alten Stürmer von Bayer Leverkusen ist die gute Laune kurz vor Weihnachten zurück. Nach seiner Gala gegen Gladbach am Samstag mit zwei Treffern war Kießling auch beim 3:1 (1:1) der Werkself im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Regionalligist SpVgg Unterhaching der entscheidende Mann. Das 1:1 durch Javier Chicharito Hernandez (32.) bereitete er vor, das wichtige 2:1 (55.) erzielte er selbst.

"Wir brauchen ihn einfach"

Ein Abschied nach zehn Jahren Bayer ist kein Thema mehr. "Stefan wird bei uns bleiben. Das hat weniger damit zu tun, dass er heute ein Tor und gegen Gladbach zwei Tore gemacht hat. Wir brauchen ihn einfach. Wir brauchen sehr gute Spieler, und Stefan ist ein sehr guter Spieler", stellte Sportchef Rudi Völler bei SPORT1 unmissverständlich klar.

Inzwischen ist sogar wieder vorstellbar, dass "Kies" ("Ich liebe den Verein") seinen bis 2017 laufenden Vertrag noch einmal verlängert. Im Januar soll es weitere Gespräche geben. Da werde man das Thema endgültig aufarbeiten, äußerte Trainer Roger Schmidt.

Die Vorstellungen von Kießling für die Rückrunde und seine Zukunft bei Bayer sind nach "schwierigen Wochen" klar. "Für mich ist wichtig, dass ich Spaß habe und Vertrauen spüre", sagte er. Bedeutet: Kießling will spielen und nicht auf der Bank versauern.

Auf Bayer warten weitere englische Wochen

Die Chancen dafür stehen gut. Schließlich tanzt Bayer nach dem Sieg in Unterhaching auch 2016 noch auf allen drei Hochzeiten und kann deshalb kaum auf einen Spieler wie Kießling verzichten. "Im Februar haben wir gleich drei englische Wochen am Stück. Und wir wollen ja im DFB-Pokal und in der Europa League auch weiterkommen", sagte Völler bei SPORT1.

Auch Trainer Roger Schmidt freut sich darüber, dass sein Stürmer wieder trifft wie in den besten Tagen. "Man sieht, dass es ihm sehr viel Spaß macht und er die Leichtigkeit zurück hat. Diese Leichtigkeit braucht Kies", betonte Schmidt. Kießling wirke "sehr gelöst und hat eine andere Körpersprache. Ich glaube, dass wir noch viel Freude an ihm haben werden".

Kießling hebt nicht ab

Vor allem das Zusammenspiel mit Sturmpartner Chicharito klappte beim 5:0 gegen Gladbach und auch in Haching ausgezeichnet. Man merke, so Schmidt, "dass beide sehr gerne zusammenspielen". Kießling wollte bei aller Freude über sein "Comeback" aber nicht zu euphorisch sein. Das habe jetzt zweimal "gut gepasst, aber vorher hat jeder gemeckert, dass das nicht so gut funktioniert". Es sei schon erstaunlich, dass innerhalb von vier Tagen plötzlich "alles gut" sei.

Das gilt auch für den Verein selbst. Gab es nach dem Aus in der Champions League noch einige Kritik, sieht Schmidt sein Team zum Hinrundenende auf einem guten Weg. "Wir zeigen ein sehr gutes Gesicht." Man werde jetzt am Samstag zum Jahresabschluss beim FC Ingolstadt "alles daransetzen, dass wir gewinnen". Stefan Kießling - übernehmen sie.

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