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Borussia Moenchengladbach v Werder Bremen - DFB Pokal Andre Schubert
Kassierte die dritte Niederlage in Folge: Gladbachs Trainer Andre Schubert © Getty Images

München und Mönchengladbach - Nach dem famosen Lauf unter Andre Schubert erlebt Borussia Mönchengladbach nun eine kurze, aber heftige Delle - und stellt einen Negativ-Rekord auf.

Das zweite Fußballhalbjahr 2015 ist für Borussia Mönchengladbach endgültig zu einer kuriosen Achterbahnfahrt geworden.

Erst der Absturz unter Lucien Favre und dessen Abgang, dann der unvermutete Höhenflug unter Andre Schubert - und nun noch ein kurzes, aber heftiges Tief zum Abschluss.

Gegen Bayer Leverkusen verloren die Gladbacher am vorletzten Hinrunden-Spieltag der Bundesliga 0:5, gegen Manchester City in der Champions League 2:4, am Dienstagabend dann auch noch 3:4 im Achtelfinale des DFB-Pokal gegen Werder Bremen.

Nicht nur, dass die Fohlen damit aus zwei Wettbewerben ausgeschieden sind: Es war das erste Mal überhaupt seit dem Bundesliga-Aufstieg 1965, dass sie in drei aufeinanderfolgenden Pflichtspielen vier oder mehr Gegentore hinnehmen mussten.

Schubert vermisst die Ruhe

Gladbach hatte zwar wie so oft mehr Ballbesitz und Spielanteile, gefährlicher und effektiver war aber Werder.

"Wir sind enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben", musste Schubert festhalten: "Bei zwei, drei Gegentoren haben wir Fehler gemacht, die wir so nicht machen dürfen. Insgesamt war das zu wild nach vorne, wir waren nicht ruhig genug. Trotzdem haben die Jungs Moral bewiesen und bis zur letzten Sekunde gekämpft."

Der Coach, der zuvor 26 Punkte aus zehn Spielen geholt hatte und auch den FC Bayern mit seiner Dreierketten-Taktik mit 3:1 besiegte, ist an Grenzen gestoßen - womöglich einfach ganz natürliche. "Man merkt, dass diese Hinrunde psychisch und körperlich extrem schwer war", sagte Manager Max Eberl.

Trotz lange guter Leistung gegen Werder überwog deshalb auch bei den Spielern die Enttäuschung. Sie gingen nach der Partie an den Reportern vorbei.

Am Sonntag, im letzten Hinrundenspiel gegen Darmstadt 98, hoffen die Gladbacher auf ein Ende des neuen Tiefs. Dass Darmstadts Marcel Heller ihnen am Dienstagabend immer noch einen "Riesenlauf" attestierte - nicht mehr der neueste Stand der Dinge.

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