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So voll wird der BVB-Fanblock in Stuttgart wohl erst nach 20 Minuten © Imago

Der Zwist um die Ticketpreise in Stuttgart geht in die nächste Runde. Der VfB Stuttgart geht nach der Boykott-Ankündigung von BVB-Fans zum Gegenangriff über.

Der VfB Stuttgart hat auf die Boykott-Ankündigung einer Faninitiative reagiert und vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund (Dienstag, 20.30 Uhr im LIVETICKER und LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm) die Preispolitik verteidigt.

"Die Preise für das Pokalspiel entsprechen exakt den Preisen für das Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund. Diese Preise sind seit der Saison 2012/2013 unverändert und aus Sicht des VfB der Bedeutung des Spiels angemessen", hieß es in einem Facebook-Posting des Vereins.

Erste 20 Minuten ohne Fans

Zuvor hatte die Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar bleiben" wegen den ihrer Meinung nach überteuerten Eintrittspreisen die BVB-Fans dazu aufgerufen, in den ersten 20 Minuten dem Block fernzubleiben.

Für das günstigste Stehplatzticket mussten die Anhänger der Dortmunder 19,50 Euro plus Gebühren bezahlen, Sitzplatztickets waren erst ab 38,50 Euro zuzüglich Gebühren zu haben. "Derartige Preise können einfach nur als maßlos bezeichnet werden", hieß es in dem Boykott-Aufruf auf der Webseite der Initiative.

VfB kontert Beschwerde des BVB

Auch der BVB reagierte im Vorfeld der Partie auf die Boykott-Ankündigungen. "Der VfB hat uns sehr hohe Kartenpreise angeboten, wir haben uns auch offiziell darüber beschwert", sagte Pressesprecher Sascha Fligge am Montag.

Der VfB entgegnete: "Die Preise für das Spiel wurden dem BVB vor dem Start des Vorverkaufs mitgeteilt, erst mehrere Tage nach dem Beginn des Vorverkaufs erfolgte eine Reaktion durch den BVB."

Tuchel zeigt Verständnis

Dortmunds Coach Thomas Tuchel zeigte indes Verständnis für die Aktion.

"Ich kann das Anliegen der Fans verstehen. Das macht es für uns in Stuttgart natürlich nicht leichter", sagte Tuchel.

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