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Bayer Leverkusen v Werder Bremen - DFB Cup
Santiago Garcia (r.) traf für Bremen zum zwischenzeitlichen 1:1 © Getty Images

Leverkusen - Bremen entscheidet die Pokalschlacht in Leverkusen für sich. Der Viertelfinal-Fluch der Werkself hält damit weiter an. Für Wendell ist die Partie vorzeitig beendet.

Werder Bremen hat den Viertelfinal-Fluch von Bayer Leverkusen im DFB-Pokal fortgesetzt und darf in einer bisher frustrierenden Saison plötzlich von einem Titel träumen.

Die Hanseaten gewannen in einem echten Pokal-Fight mit 3:1 (2:1) bei den Rheinländern, deren Traum vom ersten Titel seit 22 Jahren damit wie in den vergangenen beiden Jahren in einem Viertelfinal-Heimspiel endete.

Die abstiegsbedrohten Bremer, die erstmals seit dem verlorenen Finale gegen Bayern München 2010 in der Runde der besten Acht standen, sind dagegen nur noch einen Schritt von ihrer elften Endspiel-Teilname entfernt. Ihren letzten von sieben Titeln gewannen sie 2009 im Finale gegen Leverkusen durch ein Tor von Weltmeister Mesut Özil. (DATENCENTER: DFB-Pokal)

"Wir haben defensiv sehr gut gestanden, die Mannschaft hat nach dem Gegentor reagiert wie eine Einheit. Jetzt gehen wir weiter im Pokal", sagte Werders Stürmer Claudio Pizarro bei Sky. Bayer-Torwart Bernd Leno war bitter enttäuscht: "Wir hatten alle den Traum vom Pokalfinale. Der ist jetzt vorbei."

Ärger um drittes Bremer Tor

Bayer bleibt allenfalls in der UEFA Europa League noch eine vage Titelhoffnung.

Javier "Chicharito" Hernández hatte Leverkusen vor 24.104 Zuschauern per Foulelfmeter mit seinem 22. Tor im 29. Pflichtspiel in Führung gebracht (22.). Santiago Garcia (31.) und Claudio Pizarro (42., Foulelfmeter) drehten aber das Spiel. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Bayer musste zudem nach der Roten Karte gegen Wendell wegen einer Notbremse vor dem Strafstoß die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten. Florian Grillitsch (82.) sorgte aus Abseitsposition für die Entscheidung. Nach Beratungen mit seinem Assistenten gab Schiedsrichter Wolfgang Stark den Treffer trotz Leverkusener Proteste.

Bremen mit defensiver Grundausrichtung

Werders Coach Viktor Skripnik bot sein Team nach dem 1:5-Debakel bei Borussia Mönchengladbach und dem Ausfall von Kreativspieler Zlatko Junuzovic sowie Torjäger Anthony Ujah (zumindest auf der Bank) in einem defensiveren 4-1-4-1 auf. Die Hanseaten wirkten dadurch ausgesprochen kompakt. (TICKER: Das Spiel zum Nachlesen)

Bayer fand wenige Lücken im dichten Mittelfeld und versuchte, dies meist durch weite Bälle auf "Wandspieler" Stefan Kießling zu überbrücken.

Was aber über weite Strecken viel zu leicht zu durchschauen und damit auch relativ leicht zu verteidigen war. Nach einer Viertelstunde übernahm Werder dann sogar das Kommando und inszenierte vor allem über die linke Seite mit den in die Mannschaft gerutschten Fin Bartels und Grillitsch einige vielversprechende Angriffe.

Bayer verliert nach Führung den Faden

Ein allzu ungeschicktes Foul von Alejandro Galvez an Stefan Kießling im Strafraum stoppte diese Drangphase, Chicharito verwandelte. Doch auch Bayers Herrlichkeit währte nur kurz: Nach Garcias Ausgleich verlor der Favorit komplett den Faden, Werder nutzte dies mit couragiertem Spiel eiskalt aus.

Nach der Pause baute Leverkusens Trainer Roger Schmidt sein Team in zwölf Minuten zweimal komplett um. Direkt nach dem Wechsel stellte er mit Blick auf den Platzverweis von Linksverteidiger Wendell auf eine Dreierkette aus drei Innenverteidigern um - rechts rückte Nationalspieler Karim Bellarabi bei Gefahr ein.

Chicharito muss angeschlagen raus

Nach der verletzungsbedingten Auswechslung Chicharitos (muskuläre Probleme) rückte Hakan Calhanoglu zu Kießling in den Sturm, drei weitere Spieler eine Position vor.

Nach vorne gingen dennoch weiter wenig, hinten verhinderte der eingewechselte André Ramalho vor Pizarro zumindest vorerst das 1:3 (54.).

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