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VfB Stuttgart v Borussia Dortmund  - DFB Cup
Marco Reus (l.) und Pierre-Emerick Aubameyang sorgten mit ihren Toren für das 2:1 der Dortmunder gegen Stuttgart © Getty Images

Stuttgart - Marco Reus und Pierre-Emerick Aubameyang beweisen gegen den VfB ihre Cleverness und führen Dortmund ins Pokal-Halbfinale. Der Ex-Dortmunder Großkreutz bleibt blass.

Borussia Dortmund darf dank seines kongenialen Duos Marco Reus und Pierre-Emerick Aubameyang weiter vom Final-Hattrick im DFB-Pokal träumen.

Der BVB zog beim emotionalen Wiedersehen mit Kevin Großkreutz durch ein 3:1 (2:1) beim VfB Stuttgart verdient ins Halbfinale ein und und könnte zum dritten Mal in Serie das Endspiel in Berlin erreichen.

Für den VfB fand der jüngste Höhenflug unter Trainer Jürgen Kramny nach zuletzt fünf Pflichtspielsiegen dagegen ein Ende. (DATENCENTER: DFB-Pokal)

Dortmund zum 13. Mal im Halbfinale

Für den dreimaligen Pokalsieger Dortmund, der zum 13. Mal im Pokal-Halbfinale steht, erzielte der auffällige Nationalspieler Reus bereits in der fünften Minute die Führung.

Lukas Rupp glich in der 21. Minute für die Schwaben etwas überraschend aus, ehe Torjäger Aubameyang vor 46.500 Zuschauern in der 31. Minute das 2:1 gelang. Für die Entscheidung sorgte Henrikh Mkhitaryan (90.).

 "Stuttgart hat versucht, auf Konter zu spielen, das haben wir unterbunden, indem wir sehr ballsicher waren und früh in Führung gegangen sind. Wir hätten in der zweiten Hälfte das Spiel früher entscheiden können", sagte BVB-Manager Michael Zorc bei Sky: "Ich denke, dass der Sieg insgesamt verdient war." 

Großkreutz ärgern "dumme Fehler"

Großkreutz monierte "dumme Fehler in der ersten Halbzeit" und fügte an: "Es ist sehr bitter, wir haben kein schlechtes Spiel gemacht", sagte der Ex-Dortmunder: "Es war aber schön, alle wiederzusehen." VfB-Kapitän Christian Gentner zeigte sich am ARD-Mikrofon enttäuscht: "Vielleicht waren die Dortmunder ein Stück effektiver. Wir haben einen echten Pokalfight abgeliefert, daran hat es nicht gelegen. Aber es ist natürlich enttäuschend."

Der BVB begann beim Duell gegen Großkreutz, der 236 Pflichtspiele für Schwarz-Gelb bestritt und emotional immer noch mit seiner alten Liebe verbunden ist, dominant. Bei heftigem Regen und Wind zogen die Gäste ihr Spiel auf und wurden früh belohnt. (TICKER: Das Spiel zum Nachlesen)

Nach Hereingabe von Aubameyang verpasste zunächst der äußerst präsente Ilkay Gündogan, Reus ließ sich die Chance aus spitzem Winkel aber nicht entgehen. Sein Kumpel Großkreutz, der insgesamt keine großen Akzente setzte, konnte nicht mehr eingreifen. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

Auch der Ex-Dortmunder Mitch Langerak im VfB-Tor war machtlos. Der Australier erhielt anstelle von Stammkeeper Przemyslaw Tyton eine Bewährungsprobe und feierte seine Premiere für die Schwaben.

BVB-Fans boykottieren Beginn

Der BVB blieb überlegen. Dabei mussten die Dortmunder wegen eines Boykotts der eigenen Fans 18 Minuten auf Unterstützung von den Rängen verzichten. Die BVB-Anhänger protestierten gegen die ihrer Ansicht nach überhöhten Ticketpreise in Stuttgart.

Das zuletzt aufstrebende Stuttgarter Team kam dagegen nicht so richtig ins Spiel. Ein Kopfball von Toni Sunjic nach Ecke von Filip Kostic (10.) - mehr hatten die Schwaben in der Anfangsphase nicht zu bieten.  So fiel auch der Ausgleich fast aus dem Nichts. Der BVB brachte den Ball bei einem der bis dahin seltenen VfB-Angriffe nicht aus der Gefahrenzone, Rupp zog von der Strafraumgrenze ab und hatte Glück, dass Mkhitaryan den Ball entscheidend abfälschte.

Satter Linksschuss von Aubameyang

Der BVB zeigte sich aber keineswegs geschockt. Nachdem Reus nach Zuspiel von Mkhitaryan (29.) noch knapp verfehlt hatte, traf Aubameyang mit einem satten Linksschuss aus 16 Metern. Der Gabuner, der mit 20 Treffern die Bundesliga-Torschützenliste anführt, wurde von Reus hervorragend bedient.

Auch nach dem Wechsel wirkten die Aktionen der Gäste, denen sich nun einige Lücken boten, zielstrebiger. Mats Hummels (51.), Aubameyang (56.), der an Langerak scheiterte, und Reus (67.) hatten gute Chancen, das Ergebnis auszubauen.

Stuttgart war bemüht, den Druck zu erhöhen, aber im Abschluss meist zu unpräzise und harmlos. Die beste Möglichkeit bot sich Kostic (77.), dessen Schuss um Zentimeter am BVB-Tor vorbeistrich.

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