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Matthias Sammer
Matthias Sammer steht mit dem FC Bayern im Halbfinale des DFB-Pokal © Getty Images

Die Verbalattacke von Bochums Trainer Gertjan Verbeek gegen Arjen Robben ruft Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer auf den Plan. Verbeek habe Arjen Robben "diskreditiert".

Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer hat die Angriffe von Bochums Trainer Gertjan Verbeek gegen Arjen Robben heftig kritisiert.

"Man kann gerne über die Rote Karte diskutieren. Aber was wir ungeheuerlich finden, sind die Aussagen von Herrn Verbeek. Das macht man nicht, dass man als gegnerischer Trainer Arjen Robben dermaßen diskreditiert - und auch ins Persönliche geht", sagte Sammer nach dem 3:0 (1:0) des deutschen Rekordmeisters im Pokal-Viertelfinale beim VfL Bochum.

Robben war kurz vor der Pause von Jan Simunek im Strafraum gefoult worden. Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) entschied auf Elfmeter und Rote Karte gegen Simunek.

Der FC Bayern sei auch gegen diese Dreifachbestrafung, führte Sammer weiter aus: "Das ist völliger Schwachsinn. Da bin ich mit den Bochumer Verantwortlichen auf einer Linie. Wenn Herr Verbeek den Elfmeter nicht so sieht, kann er das äußern. Aber er kann einen Spieler nicht so angreifen, wie er es getan hat. Er hat eine Vorbildfunktion als Trainer. Das ist auch eine Stilfrage."

"Bin Holländer und schäme mich"

Verbeek hatte nach dem Spiel Robben verbal attackiert: "Ich kenne Robben wie kein anderer, ich kenne ihn, seit er zwölf, dreizehn Jahre alt ist. Er hat das immer gehabt. Wenn der Kontakt im Strafraum da ist, lässt er sich fallen."

"Ich bin Holländer und schäme mich", fügte Verbeek hinzu.

Sammer dagegen verteidigte Robben: "Arjen ist einer der ehrlichsten Profis, die ich kennengelernt habe. Über Fleiß und Besessenheit braucht man bei ihm sowieso nicht reden. Deshalb ist diese Kritik völlig unberechtigt."

Verbeek als Heißsporn bekannt

Es ist nicht die erste Fehde, die Verbeek auslöst.

Er ist als Heißsporn bekannt, seine Fehde aus Nürnberger Zeiten mit Freiburgs Trainer Christian Streich ist legendär.

In Bochum mussten sie den streitbaren Coach auch schon zurückpfeifen, nachdem er Reporter der Bild-Zeitung vor einigen Monaten als "Arschlöcher" beschimpft hatte.

Und Verbeek ist unnachgiebig. Noch am Mittwochabend ließ er in der Pressekonferenz nach dem Spiel vom Podium herab einem Vertreter des Boulevardblattes durch den neben ihm sitzenden Pressesprecher ausrichten, dass er Fragen von ihm nicht beantworte.

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