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Trier - Borussia Dortmund meistert die Auftakthürde Eintracht Trier souverän. Schon in den ersten 45 Minuten machen Shinji Kagawa und Neuzugang Andre Schürrle alles klar.

Wenige Tage vor Beginn der neuen Bundesliga-Saison hat sich Borussia Dortmund bereits in beachtlicher Frühform präsentiert. 

Beim ungefährdeten 3:0-Sieg beim Regionalligisten Eintracht Trier in der 1. Runde des DFB-Pokals zeigte vor allem die Offensive, dass sie schon sehr gut harmoniert.

Doppeltorschütze Shinji Kagawa (8./33.) und Andre Schürrle (45.), der sein erstes Pflichtspieltor für den BVB erzielte, wirbelten zusammen mit Pierre-Emerick Aubameyang die Abwehr der Gastgeber gehörig durcheinander.

Der Talk am Dienstag im Volkswagen Pokalfieber (19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

BVB-Offensive harmoniert prächtig

Bei der frühen Führung ließ Aubameyang eine Schürrle-Flanke für den Japaner abtropfen, der locker verwandelte. Beim 2:0 war es Schürrle, der einen Querpass von Gonzalo Castro für Kagawa durchließ. Der zog mit seinem 50. Pflichtspieltor für den BVB mit Klub-Legende Norbert Dickel gleich.

Bei diesem Powerfußball fiel das Fehlen von Mario Götze und Marco Reus kaum ins Gewicht.

"Ich bin sehr zufrieden. Im Pokal steht das Ergebnis im Mittelpunkt, man kann nichts korrigieren. Wir hätten in der zweiten Halbzeit noch mehr Tore machen können, dürfen, müssen", sagte BVB-Trainer Thomas Tuchel in der ARD: "Die frühe Führung hat uns aber Sicherheit gegeben, immerhin war es das erste Pflichtspiel."

Experte Mehmet Scholl lobte Schürrle und Kagawa: "Sie erkennen die Situation und wissen, jetzt wird der Pass gleich kommen, und dann sind sie bereit."

"Ich habe jetzt dieses Selbstvertrauen"

Schürrle, der vom VfL Wolfsburg zum BVB kam, gab das Kompliment gerne an seinen Trainer weiter. "Ich habe einfach jetzt dieses Selbstvertrauen, das ich brauche - und das bekomme ich von ihm", sagte der Weltmeister bei Sky.

Seine gute Stimmung ließ sich der 25-Jährige auch nicht durch einen heftigen Zusammenprall mit Triers Torwart Chris Keilmann nehmen, auch wenn er danach vorsichtshalber ausgewechselt wurde. Anschließend konnte er mit Tuchel schon wieder darüber scherzen.

Der Talk am Dienstag im Volkswagen Pokalfieber (19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

Harte Kritik von Trainer Rubeck

Triers Trainer Peter Rubeck ging indes erstaunlich hart mit seinem Team ins Gericht. "Wenn du gegen so eine Mannschaft zwei oder drei Ausfälle hast auf dem Platz, kannst du nicht gewinnen. Ich will nicht sagen, dass die Mannschaft nicht ihr Bestes gegeben hat, aber der eine oder andere hat sich zu wenig zugetraut."

Vor den 10.805 Zuschauern im ausverkauften Moselstadion, darunter DFB-Präsident Reinhard Grindel, entwickelte sich ab der ersten Minute das erwartete Spiel auf ein Tor. Der frühe Treffer von Kagawa ließ die Hoffnungen des Regionalligisten auf eine Sensation wie vor 19 Jahren rasch schwinden. Damals war der BVB als amtierender Champions-League-Sieger sensationell im Achtelfinale in Trier ausgeschieden (1:2).

Vier Neue in der Startelf

Die Dortmunder, bei denen die Neuzugänge Schürrle, Marc Bartra, Ousmane Dembelé und Sebastian Rode in der Startelf standen, machten auch nach der Führung weiter Druck.

Ersatztorwart Roman Weidenfeller, der in dieser Saison nur im Pokal gesetzt ist, hatte fast nichts zu tun. Aubameyang vergab in der 20. Minute die große Chance auf das 2:0.

Der wegen Oberschenkelproblemen fehlende Götze schaute sich das Spiel derweil zu Hause in seinem Bett an und postete auf seiner Instagram-Seite ein entsprechendes Foto.

Trier in die eigene Hälfte gedrängt

Die Eintracht kam so gut wie nie aus der eigenen Hälfte heraus und verteidigte zumeist mit einer Sechserkette. Den zweiten Treffer Kagawas konnten die Gastgeber ebenso wenig verhindern wie das dritte Tor durch Schürrle.

Kurz nach dem Seitenwechsel war es wieder Kagawa, der diesmal die große Möglichkeit zu seinem dritten Treffer nicht nutzen konnte (50.). Drei Minuten später landete ein Aubameyang-Kopfball an der Latte. Kurz darauf durfte Schürrle Feierabend machen (55.). Für ihn kam Adrian Ramos.

Nach einer Stunde schalteten die Gäste einen Gang zurück und ließen Trier auch ein wenig mitspielen. 20 Minuten vor dem Ende brachte Tuchel auch das türkische Toptalent Emre Mor. Zu diesem Zeitpunkt verwaltete seine Mannschaft aber bereits das Ergebnis.

In der 73. Minute deutete Mor seine Klasse mit einem starken Distanzschuss an. Drei Minuten später hätte Ramos eigentlich treffen müssen, auch Aubameyang vergab in der 87. Minute eine weitere Großchance.

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