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FSV Zwickau v Hamburger SV - DFB Cup
Alen Halilovic (l.) traf sieben Minuten nach seiner Einwechslung © Getty Images

Der Hamburger SV kämpft sich in die zweite Runde des DFB-Pokals. Bei Drittliga-Aufsteiger FSV Zwickau sorgt ein Neuzugang sehenswert für die Entscheidung.

Der Hamburger SV hat seine Auftakthürde im DFB-Pokal dank eines Geistesblitzes von Supertalent Alen Halilovic genommen, ist aber mit mehr Mühe als gedacht in die zweite Runde eingezogen.

Die offensiv lange zu zaghafte Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia setzte sich beim bissigen Drittliga-Aufsteiger FSV Zwickau mit 1:0 (0:0) durch.

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Kostic schwärmt von Halilovic

Der im Sommer für fünf Millionen Euro vom FC Barcelona verpflichtete Halilovic sorgte sieben Minuten nach seiner Einwechslung mit einer sehenswerten Einzelaktion für die Entscheidung. In seinem ersten Pflichtspiel traf der 20-Jährige von der Strafraumgrenze (70.). "Wir haben guten Fußball gespielt und verdient gewonnen. Über mein erstes Tor bin ich natürlich glücklich und hoffe, dass noch mehr folgen werden", sagte Halilovic.

"Das Tor war einfach traumhaft", sagte HSV-Neuzugang Filip Kostic über den Matchwinner: "Er ist ein unglaublicher Fußballer. Das war schon fast magisch. Heute zählte nur, dass wir weiterkommen."

"Wir freuen uns natürlich über den super Einstand von Alen Halilovic. Wir müssen ihn langsam aufbauen, weil er noch Nachholbedarf hat. Ich habe ihm letzte Woche noch gesagt, dass er uns erstmal über die Jokerrolle unheimlich helfen kann - das hat er heute gemacht. Wir freuen uns, dass er bei uns ist", sagte HSV-Trainer Labbadia bei Sky.

Bis zum Bundesligastart am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Ingolstadt wartet trotzdem noch viel Arbeit auf den HSV.

Nach dem blamablen Erstrundenaus im Vorjahr beim Viertligisten Carl Zeiss Jena (2:3 n.V.) schaffte es der dreimalige Pokalsieger wieder in die nächste Runde. Die Zwickauer von Trainer Torsten Ziegner verpassten hingegen eine ähnliche Sensation wie zuletzt vor 20 Jahren. 1996 hatten die Westsachsen Bundesligist 1. FC Köln ausgeschaltet (3:1) und stießen bis ins Achtelfinale vor.

Wood erhält Vorzug vor Lasogga

Vor 10.134 Zuschauern bei der Eröffnung des neuen Zwickauer Stadions spielte der DDR-Meister von 1950 von Anfang an gut mit, tat sich aber zunächst schwer, gegen die ballsicheren Hamburger echte Tormöglichkeiten zu erarbeiten. Der HSV hatte die Kontrolle über das Spiel und agierte druckvoll, kam durch den ehemaligen Berliner Bobby Wood (13.) in der Anfangsphase der recht langweiligen ersten Halbzeit jedoch selbst auch nur zu einer echten Chance.

Die Hamburger hatten sich in den vergangenen Wochen mit Spielern für rund 25 Millionen Euro vor allem in der Offensive verstärkt. Das klare Ziel: Nach Platz zehn in der abgelaufenen Saison soll es in der neuen Spielzeit weiter nach vorne gehen. Im ersten Pflichtspiel stand 14-Millionen-Mann Filip Kostic auf der linken Seite bereits in der Startelf, auch Wood durfte im Sturm von Anfang an ran. Dafür musste Angreifer Pierre-Michel Lasogga auf der Bank Platz nehmen.

Zwickau schenkt HSV fast die Führung

Dass der HSV fast in Führung gegangen wäre, lag zunächst aber nicht an der eigenen Offensive. Zwickaus Patrick Göbel wollte eine harmlose Flanke von Nicolai Müller im eigenen Strafraum klären, köpfte den Ball aber unglücklich an den eigenen Pfosten (36.). Aaron Hunt (44.) ließ kurz vor der Pause die beste Chance der Gäste ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Druck und zwangen den haushohen Favoriten kurzzeitig mehr in die eigene Hälfte, ehe Hamburg das Spiel wieder an sich riss. Allerdings erneut, ohne durch Torgefahr zu überzeugen. Vielleicht auch deswegen brachte Labbadia in der 62. Minute Halilovic. Der Kroate fügte sich schnell ins Spiel ein und konnte im Mittelfeld überzeugen. Wood (75.) traf außerdem noch den Pfosten.

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