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Salif Sane
Salif Sane verwandelte kurz vor Ende der Verlängerung einen Foulelfmeter für Hannover 96 © Getty Images

Hannover 96 verspielt bei den Kickers Offenbach eine klare Führung, jubelt kurz vor Ende der Verlängerung dennoch. Auch Sandhausen feiert einen Last-Minute-Sieg.

Hannover 96 hat in einem turbulenten Spiel mit viel Mühe eine Blamage abgewendet und die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht.

Der Bundesliga-Absteiger gewann nach 2:0-Führung beim Regionalligisten Kickers Offenbach mit 3:2 (2:2, 2:1) nach Verlängerung. Mit seinem verwandelten Foulelfmeter in der letzten Minute der Verlängerung avancierte der eingewechselte Salif Sane, der womöglich vor seinem Abschied aus Hannover steht, zum Matchwinner.

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Offenbacher Freistoßkünstler trifft doppelt

Vor 10.573 Zuschauern erwischten die Gäste aus Niedersachsen zunächst einen sehr guten Start.

Der von Mitabsteiger VfB Stuttgart nach Hannover gewechselte Martin Harnik (3.) traf früh zur Führung, Felix Klaus (22.) erhöhte auf 2:0. Der Offenbacher Serkan Firat (29., 49.) brachte das Team des ehemaligen Bundesliga-Profis Oliver Reck mit zwei direkt verwandelten Freistößen aber wieder zurück.

"Nach dem 2:2 war es ein ekliger Pokalfight, wie wir ihn eigentlich nicht wollten. Am Ende hat die Qualität und Fitness entschieden. Ich bin froh, dass es nicht zum Elfmeterschießen gekommen ist und wir das Spiel vorher entscheiden konnten", sagte Harnik.

Zwei Platzverweise

Wegen einer Roten Karte nach einer Notbremse gegen Hannover-Verteidiger Waldemar Anton (49.) spielte der Tabellenführer der 2. Liga zunächst in Unterzahl, ab der 61. Minute herrschte aber wieder Gleichzahl, nachdem der Offenbacher Kristian Maslanka wegen wiederholten Foulspiels diskutabel Gelb-Rot sah.

Hannover-Angreifer Niclas Füllkrug (100.) verpasste in der Verlängerung eine hochkarätige Chance zur Führung. Der ehemalige Nürnberger verzog freistehend aus rund acht Metern. Als alle schon an das Elfmeterschießen glaubten, foulte der in Hannover geborene OFC-Spieler Stefano Maier folgenschwer Klaus im eigenen Strafraum. Sané verwandelte mit dem Schlusspfiff eiskalt.

Sandhausen feiert Last-Minute-Sieg

Auch der SV Sandhausen benötigte einen Kraftakt, um das vierte Erstrunden-Aus seit 2010 zu vermeiden. Bei Zweitliga-Absteiger SC Paderborn setzte sich das Team von Trainer Kenan Kocak durch ein Last-Minute-Tor von Tim Kister (90.+1) mit 2:1 (1:0) durch.

Paderborns Neuzugang Sven Michel (50.) hatte zwischenzeitlich die Sandhäuser Führung durch Richard Sukuta-Pasu (18., Foulelfmeter) ausgeglichen.

Die Gastgeber präsentierten sich vor 4436 Zuschauern zunächst engagierter und leidenschaftlicher. Sandhausen, das fast auf den Tag genau vor einem Jahr in einem Zweitligaduell 6:0 in Paderborn gewonnen hatte, ging allerdings durch Sukuta-Pasus Strafstoß in Führung. Der Angreifer war zuvor von SCP-Verteidiger Thomas Bertels von den Beinen geholt worden.

In der überaus umkämpften und keineswegs hochklassigen Partie erwischte Paderborn den perfekten Neustart nach dem Seitenwechsel: Michel behauptete sich rustikal, aber fair gegen Philipp Klingmann und vollstreckte mit einem Flachschuss zum 1:1.

Paderborn war in der Folge lange die bessere Mannschaft, doch nach einem Freistoß zerstörte Kister die Hoffnungen der Hausherren.

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