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Dynamo Dresden v RB Leipzig - DFB Cup
Dynamo-Stürmer Stefan Kutschke (2. v. l.) traf doppelt gegen seinen Ex-Klub RB Leipzig © Getty Images

Der Stürmer von Dynamo Dresden rechtfertigt sich für seinen Jubel im DFB-Pokal gegen RB Leipzig. Von dem emotionalen Abend erholt er sich an einem ungewöhnlichen Ort.

Stefan Kutschke von Dynamo Dresden hat sich nach dem emotionalen Pokalerfolg gegen RB Leipzig auf kuriose Weise zu Wort gemeldet. Via Face Time grüßte der Stürmer von einem Boot. 

"Ich befinde mich zurzeit in Groß Köris auf dem See. Ich habe vor kurzem den Bootsführerschein gemacht und genieße heute den freien Tag hier", sagte Kutschke im Volkswagen Pokalfieber bei SPORT1

Beim Bootfahren konnte der 27-Jährige nach dem wilden Pokalabend runterfahren. Schlaflose Nächte gab es dennoch nicht. "Die erste Nacht nach dem Pokalerfolg war natürlich von Emotionen geprägt und es ging einem vieles durch den Kopf. Ein gutes Einschlafen war aber möglich und die Nächte danach waren hervorragend. Wir haben den Pokalerfolg sehr genossen – auch ich persönlich", erzählte Kutschke. 

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Trainer findet richtige Worte

Wäre der Abend anders verlaufen, hätte Kutschke auch Albträume haben können. 0:2 lag seine Mannschaft zur Halbzeit zurück. Doch sein Trainer Uwe Neuhaus erinnerte seine Spieler an die eigene Stärke und die Fans. 

"Der Trainer ist ruhig geblieben, hat die richtigen Worte gefunden, hat an vorangegangene Pokalerfolge erinnert, die in Dresden schon geschrieben wurden, auch an unsere Auftritte in der Liga in der letzten Saison, wo wir nach Rückständen immer wieder ins Spiel gefunden haben. Wir sollten weiterhin an uns glauben und wenn in naher Zukunft der Anschlusstreffer fällt, kommt das Publikum nochmal. Und genau so ist es eingetreten", so Kutschke.

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Umstrittener Jubel

Einen großen Anteil daran hatte der Dynamo-Stürmer. Kutschke schoss zwei Tore und rettete seine Mannschaft so ins Elfmeterschießen. Der ehemalige Leipziger jubelte ausgiebig vor der Gästekurve, das passte einigen Fans nicht - sie beleidigten ihn.

"Natürlich hat man das wahrgenommen. Aber der Jubel hatte nichts mit den Leipziger Fans zu tun, damit habe ich deutlich gemacht, dass ich für meine Stadt lebe und für den Traum, bei diesem Verein zu spielen. In der Gefühlslage ist das dann so rausgekommen. Das war nur ein Zeichen: Hier bin ich zu Hause. Ich bin ein Dresdner Junge", verteidigte sich der Stürmer. 

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Ärger mit seinen ehemaligen Kollegen gab es aber nicht. "Nach dem Spiel gab es einen kurzen Smalltalk, dann waren die Leipziger leider schon weg. Das lief alles in einem ordentlichen Rahmen ab", sagte Kutschke. 

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