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Mehmet Scholl kritisierte die junge Trainergeneration in der Bundesliga
Mehmet Scholl glaubt, dass der FC Bayern auf dem Transfermarkt angreifen wird © Getty Images

Nach dem Aus des FC Bayern gegen den BVB sieht Mehmet Scholl mehrere Baustellen beim Rekordmeister. Die Bosse werden jetzt "alles" hinterfragen, so der Ex-Profi.

Erst der bittere K.o. im Viertelfinale der Champions League gegen Real Madrid, nun das unerwartete Aus im Halbfinale des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund (2:3): Der FC Bayern wird in dieser Saison höchstens noch den Titel in der Bundesliga gewinnen.

Für den früheren Bayern-Profi Mehmet Scholl könnte es deshalb zur neuen Saison deutliche Konsequenzen beim Rekordmeister geben.

"Sie werden alles hinterfragen"

"Der Baum brennt jetzt. Sie werden alles hinterfragen, den Kader, die Spieler, das Verhältnis vom Trainer zur Mannschaft. Auch den Fitnesszustand der Spieler werden sie überprüfen. Man kann sich darauf verlassen, dass die Verantwortlichen die richtigen Lösungen finden werden", sagte Scholl in der ARD.

Heißt: Laut dem TV-Experten wird sich auch Trainer Carlo Ancelotti Fragen gefallen lassen müssen. Der Italiener kam vor der Saison mit großen Zielen nach München. Ein Titel erscheint angesichts der hohen Erwartungen zu wenig.

Vor allem in der Breite sieht Scholl den Kader zu schlecht aufgestellt: "Ich glaube nicht, dass ein Renato Sanches oder ein Kingsley Coman dem FC Bayern aktuell weiterhelfen, seine Ziele zu erreichen."

Arsenal-Star als Lösung?

Die beiden Youngster spielen unter dem Nachfolger von Pep Guardiola in den wichtigen Spielen kaum eine Rolle. Ancelotti setzt lieber auf Routiniers wie Franck Ribery, Arjen Robben oder Xabi Alonso.

"Wenn du in dieser Position bist, wie wir jetzt sind, dann fehlt etwas. Natürlich ist die Saison nicht perfekt", gab Torjäger Robert Lewandowski nach Abpfiff unumwunden zu.

Einen potentiellen Neuzugang brachte Scholl ins Spiel: "Alex Sanchez ist eine Kategorie, in der der FC Bayern nun denken muss."

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Beim Chilenen haken die Vertragsverhandlungen mit dem FC Arsenal seit Monaten, der pfeilschnelle Angreifer soll vor dem Abschied stehen.

"Werden verrückte Dinge machen"

Die Ablösesumme für einen Spieler dieser Kategorie wäre wohl jenseits der 30 Millionen anzusiedeln. Für Scholl wäre es keine Überraschung, sollte sein früherer Arbeitgeber nun groß auf dem Transfermarkt angreifen.

"Ich glaube, dass Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß verrückte Dinge machen werden", sagte der frühere Nationalspieler.

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