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Borussia Moenchengladbach v RB Leipzig - Bundesliga
Gladbachs Fans hatten sich fürs Pokal-Halbfinale eine Choreo ausgedacht - vergeblich © Getty Images

Eine Putzkolonne zerstört die geplante Gladbacher Choreo vor der Partie gegen Frankfurt - und liefert nun eine Erklärung. Die Ultras ziehen Konsequenzen.

Das DFB-Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt sollte für Borussia Mönchengladbach ein absolutes Highlight-Spiel werden - und endete in einer bitteren Pleite. Die Hecking-Elf unterlag nach Elfmeterschießen mit 7:8 und musste den Traum vom Finale in Berlin begraben.

Schon vor dem Anpfiff schien das Spiel für die Fohlen unter keinem guten Stern zu stehen: Mit einer riesigen Choreo wollten die Gladbacher Ultras Lars Stindl und Co. eine zusätzliche Portion Extramotivation mit auf den Weg geben - bis die Putzkolonne im Borussia-Park sämtliche Pläne durchkreuzte.

Knapp 3000 Quadratmeter große Fahne zerstört

Wie die Ultrabewegung "Sottocultura" am Dienstagmorgen auf blog1900.de und ihrer Facebook-Seite erklärte, habe am Montag der Reinigungsdienst GEM "die knapp 3.000 qm große und viele tausend Euro teure Blockfahne [...] so irreparabel beschädigt, dass die Durchführung der Choreo unter keinen Umständen mehr möglich war".

In der Rheinischen Post erklärte das Putzunternehmen nun, dass es den Vorfall sehr bedauere. Man habe die Blockfahne für Müll gehalten, da man sonst stets über bereits ausgelegte Materialien für geplante Choreografien informiert werde und dies in diesem Fall nicht geschehen sei.

"Würdige Rahmen verloren"

Die Ultragruppierung hatte sich bereits vor dem Spiel beklagt, dass "nicht nur sehr viel ehrenamtliche Arbeit und Geld sowie der würdige Rahmen für dieses Halbfinale verloren" seien. Der Vorfall reihe sich zudem "in eine Reihe von Ereignissen ein, die uns in Bezug auf unseren Verein vieles grundsätzlich hinterfragen lässt".

Kurz vor dem Spiel informierte "Sottocultura" über die Konsequenzen aus dem neuesten Vorfall: Per Flyer kündigte die Gruppierung an, zum kommenden Bundesliga-Heimspiel gegen Augsburg alle Aktivitäten im Borussia-Park einzustellen, den eigenen Container am Stadion zu leeren und die Mikrofonanlage zurückzugeben.

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