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Berlin - Trainer und Sportdirektor haben einen besonderen Bezug zu Berlin. Bei der Hertha waren sie Rebellen. Aufmüpfig soll auch die Eintracht auftreten.

Körpersprache! Für Niko Kovac ist sie sehr wichtig. Eintracht Frankfurts Trainer schwitzt Selbstbewusstsein aus jeder Pore. Zu beobachten auch bei der Pressekonferenz vor dem Pokalfinale gegen Borussia Dortmund (ab 20 Uhr im Liveticker).

"Seitdem ich Niko kenne, strahlt er sehr viel Selbstvertrauen aus und überträgt das auch auf sein Team", sagte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel über seinen Widersacher.

Kovac will Titel auch als Trainer

Der schmunzelte zwei Plätze entfernt und formulierte seine Ziele gewohnt knackig: "Für einen Trainer ist es schön und wichtig, einen Titel in seiner Visitenkarte zu führen." Als Spieler hatte er den Pokal 2003 mit dem FC Bayern gewonnen.

Holger Luhmann ist für SPORT1 beim Finale vor Ort © Getty Images / SPORT1

Kovac ist dafür bekannt, seine Mannschaft so spielen zu lassen, wie er selbst als Spieler aufgetreten ist: diszipliniert, robust, zweikampfstark. Mit diesen Tugenden will er auch dem favorisierten BVB im Olympiastadion ein Bein stellen. Hinzu kommt, dass das Endspiel in Berlin sowohl für Kovac als auch für Sportvorstand Fredi Bobic eine Art Heimspiel ist.

Bei der Hertha ein Zimmer geteilt

Beide spielten von 2003 bis 2005 bei der Hertha, teilten sich in der Vorbereitung und bei Auswärtsspielen ein Zimmer. Beide waren die Anführer bei der damaligen Opposition gegen Dieter Hoeneß.

Niko Kovac und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Robert, der ihm als Assistent zuarbeitet, sind sogar in Berlin geboren. Aufgewachsen im Stadtteil Wedding, der gerne als "Problemkiez" bezeichnet wird. Niko Kovac spricht von Berlin als seine "Mutterstadt", hat dort noch immer viele Freunde und Verwandte.

Einen besonderen Bezug hat auch Bobic zu Berlin. Dessen Frau und zwei Töchter leben im Stadtteil Grunewald.

"Wir denken ähnlich"

In Frankfurt gelten Kovac und Bobic als gutes Team. "Wir denken ähnlich, er als Trainer, ich als Manager", sagte Bobic dem Tagesspiegel: "Wir können sehr offen miteinander reden, sind nie eitel, das ist das Gute. Wie auf dem Platz früher bei Hertha, wo wir uns auch mal die Meinung gesagt haben. Aber das ist nie persönlich, uns geht es immer um die Sache."

Die "Sache" könnte nun im Pokaltriumph gipfeln. Für Kovac und Bobic wäre der Sieg auch wegen ihres Bezugs zu Berlin etwas Besonderes.

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