vergrößernverkleinern
Rot-Weiss Essen gegen Borussia Moenchengladbach im DFB Pokal
Gladbach jubelt über den späten Doppelschlag gegen Rot-Weiß Essen © Getty Images

Borussia Mönchengladbach hat sich zu einem 2:1-Sieg gegen Rot-Weiß Essen gezittert. Mit einem späten Doppelschlag rettet sich die Borussia vor der Blamage.

Viel Glück, kaum Glanz: Borussia Mönchengladbach hat nur mit viel Mühe eine historische Pokal-Pleite bei Regionalligist Rot-Weiss Essen verhindert. Der letztjährige Champions-League-Teilnehmer gewann einen offenen Schlagabtausch an der Hafenstraße nach langem Rückstand mit 2:1 (0:1) und zog den Kopf gerade noch aus der Schlinge. (Alle Infos zum DFB-Pokal im Volkswagen Pokalblog)

Jonas Hofmann (79.) und Raffael (82.) trafen für die Borussia, der lange Zeit das erste Pokal-Aus der Vereinsgeschichte gegen einen Viertligisten drohte. Benjamin Baier (29.) hatte den krassen Außenseiter vor 18.500 Zuschauern zunächst in Führung gebracht. "Die Erleichterung ist natürlich groß. Hut ab, die Mannschaft hat Moral gezeigt. Das war ein hartes Stück Arbeit", sagte Nationalspieler Lars Stindl. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Gladbach zunächst spielbestimmend

"Wir können in Essen nur mit der richtigen Einstellung bestehen", hatte Gladbach-Trainer Dieter Hecking vor Anpfiff gesagt. Seine Mannschaft, bei der in Weltmeister Matthias Ginter und Denis Zakaria zwei Neuzugänge in der Startelf standen, bestimmte zunächst auch das Geschehen. Die Borussia ließ den Ball bis zum Strafraum teilweise nach Belieben laufen, Torgefahr entstand jedoch kaum.

Das lag auch an der kompakten Abwehr der im Retro-Trikot spielenden Gastgeber, das an den Finaleinzug von 1994 erinnern sollte. RWE kämpfte mit viel Leidenschaft und ließ nicht mehr als einen abgefälschten Schuss von Confed-Cup-Sieger Lars Stindl ans Außennetz zu (12.). Stattdessen wurden die Hausherren immer mutiger und belohnten sich mit der etwas glücklichen Führung. Ein Fehlpass von Ibrahima Traoré leitete einen Konter ein, den Baier problemlos per Kopf abschloss.

Gladbach mit Chancen, Heller stark

Das Stadion verwandelte sich nun in einen Hexenkessel. Gladbach ließ sich davon zwar nicht beeindrucken und kam bis zur Pause durch Traoré (33.) und Thorgan Hazard (38.) auch endlich zu zwei guten Chancen, der starke Schlussmann Robin Heller rettete dem Außenseiter aber die Halbzeitführung.(Volkswagen Pokalfieber: Alle Infos zum DFB-Pokal Di., 18.30 Uhr im TV auf SPORT1)

Nach der Pause änderte sich an dem Bild nicht viel: Gladbach hatte deutlich mehr vom Spiel, war im Abschluss aber viel zu harmlos. Von Spielmacher Raffael war kaum etwas zu sehen, auch Kapitän Stindl hing in der Luft. Der fleißige, aber glücklose Traoré (54.) zielte knapp am rechten Pfosten vorbei.

Doppelschlag rettet Borussia

In der Schlussphase entwickelte sich ein wahrer Pokalfight, in dem Essen um jeden Meter kämpfte. Gladbach blieb trotz klarer Feldüberlegenheit zumeist kopf- und ideenlos. In der 70. Minute war es Torschütze Baier, der in höchster Not gegen Stindl und Kramer klärte, ehe der eingewechselte Hofmann und Raffael innerhalb von drei Minuten die Verhältnisse zurechtrückten. (Ergebnisse und Spielplan des DFB-Pokals)

Beste Spieler der Borussia waren der flinke Traoré und Christoph Kramer. Bei RWE überzeugten vor allem Baier und Torhüter Heller.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel