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Trainer Domenico Tedesco setzt beim FC Schalke auf einen neuen Kapitän. Das Wort des entmachteten Benedikt Höwedes habe aber weiterhin Gewicht.

Erst ist Benedikt Höwedes die Kapitänsbinde abgenommen worden, dann stand er beim Spiel im DFB-Pokal gegen BFC Dynamo nicht einmal im Kader des FC Schalke

Was wie eine Ausbootung wirkt, hat nach Angaben der sportlichen Leitung bei Königsblau rein sportliche Gründe. Manager Christian Heidel kann den Wirbel um die Personalie nicht nachvollziehen. "Warum soll man einen Spieler mitnehmen, der nicht bei 100 Prozent ist? Er wird nächsten Samstag ganz normal im Kader stehen", erklärte er bei SPORT1.

Ähnlich äußerte sich auch Trainer Domenico Tedesco: "Er hat eine Leisten-OP gehabt, kam verspätet in die Vorbereitung, hat auch nicht sonderlich viele Testspiele absolvieren können. Von daher ist es nur die logische Konsequenz, dass wir nur fitte Spieler mitnehmen." Er wolle Höwedes die nötige Zeit geben. 

"Er braucht die Binde nicht"

Höwedes selbst hatte sich zuvor in einem Post auf seiner Facebook-Seite über die Entscheidung des Trainers in der Kapitänsfrage geäußert: "Vorgestern hat mir der Trainer mitgeteilt, dass er nicht nur neue Akzente bei Training und Taktik setzen möchte, sondern auch bei der Besetzung des Mannschaftskapitäns. Auch wenn ich die Entscheidung nicht teile, habe ich diese natürlich zu akzeptieren." 

Tedesco will die Aktion nicht als Entmachtung verstanden wissen. "Bene ist 100 Prozent professionell, so haben wir ihn kennengelernt. Er braucht die Binde nicht, um Verantwortung zu übernehmen", sagte der Coach, der im Sommer auf Markus Weinzierl folgte, zu SPORT1.

"Sein Wort hat trotzdem noch Gewicht", sagte Tedesco. Dass Höwedes enttäuscht sei, zeige ja auch, dass ihm das Amt wichtig sei. 

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