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Der DFB wurde 1904 gegründet

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Montag Berichte über einen Krisengipfel des Europa-Verbandes UEFA wegen der Krise beim Weltverband FIFA am 1. und 2. Dezember in Frankfurt/Main zurückgewiesen.

"Das ist keine Krisensitzung, sondern ein turnusmäßiges Treffen einiger Verbandsspitzen", sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker am Montag. Bei der Konferenz handele es sich um eine Zusammenkunft im Rahmen des UEFA-Programms für Verbandsspitzen (TEP).

Der "kicker" hatte zuvor berichtet, dass alle Präsidenten und Generalsekretäre der 53 UEFA-Mitgliedsverbände beim DFB über die Vorgehensweise des Kontinentalverbandes in der FIFA-Krise beraten wollten.

Möglicherweise würde sogar ein Gegenkandidat zu FIFA-Präsident Joseph S. Blatter für den Kongress des Weltverbandes im Mai kommenden Jahres gekürt, spekulierte das Blatt weiter.

Köttker verneinte außerdem, dass angesichts der aktuellen FIFA-Probleme das TEP-Meeting in der Main-Metropole kurzfristig zu einer Generalversammlung sämtlicher UEFA-Mitgliedsverbände umfunktioniert werden könnte.

Ob Planungen für eine Konferenz zur Abstimmung der europäischen Verbände existierten, konnte Köttker nicht bestätigen: "Das ist eine Angelegeheit der UEFA."

Der deutsche Ligaverbands-Chef Reinhard Rauball hatte in der vergangenen Woche sogar die Möglichkeit einer Abspaltung der UEFA vom Weltverband ins Gespräch gebracht.

Die FIFA war in den vergangenen Tagen durch den Bericht der Rechtskammer ihrer Ethikkommission über die Ermittlungen zu Manipulationsvorwürfen bei der Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.

Nachdem FIFA-Ermittler Michael J. Garcia Einspruch angekündigt hat, werden Zweifel an der Bewertung des Münchner Richters Hans-Joachim Eckert, dass keine ausreichenden Anhaltspunkte für Korruption gefunden worden wären, immer lauter.

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