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Kevin Volland zog sich gegen Italien eine Wadenprellung zu
Kevin Volland kam mit der deutschen U 21 zu einem Remis gegen Italien © Getty Images

Die deutsche U-21-Nationalmannschaft hat knapp drei Monate vor dem Start in die EM-Endrunde noch Sand im Getriebe.

Im Härtetest gegen den keineswegs starken Rekord-Europameister Italien kam das Team von Trainer Horst Hrubesch in Paderborn nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus.

Vor 11.106 Zuschauern, darunter DFB-Sportdirektor Hansi Flick, trafen Hannovers Leonardo Bittencourt (56.) und der Stuttgarter Moritz Leitner (85., Foulelfmeter) jeweils zum Ausgleich für den Gastgeber.

Die DFB-Auswahl war im vorletzten Länderspiel vor den Titelkämpfen in Tschechien (17. bis 30. Juni) zweimal durch Marcello Trotta (38.) und Simone Verdi (78.) in Rückstand geraten.

Ginter von Beginn an

Die frühzeitige Generalprobe steigt am Montag in Middlesbrough gegen Gastgeber England.

"Die ersten 20 Minuten waren gut. Da hätten wir in Führung gehen müssen. Wir haben danach aber viel zu viele Fehler gemacht und uns manchmal dumm angestellt. Aber daraus werden wir die richtigen Schlüsse ziehen", sagte Hrubesch nach dem Spiel gegen den fünfmaligen Europameister.

Und auch Torschütze Leitner war selbstkritisch: "Wir haben uns die Tore selber eingeschenkt. Wir hätten das Spiel schon in den ersten 20 Minuten entscheiden müssen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns."

So ließ der 63-Jährige die A-Nationalspieler Max Meyer (Schalke) und Christian Günter (Freiburg) ebenso zunächst auf der Bank wie Liverpools Emre Can, dafür spielte der kriselnde Weltmeister Matthias Ginter (Dortmund) von Anfang an. Im Tor spielte Leverkusens Bernd Leno durch.

Flick sieht gute Ansätze

Gegen die von Ex-Nationalspieler Luigi di Biagio gecoachten Italiener hatte die deutsche Elf klar mehr vom Spiel und früh gute Chancen durch Willi Orban (2.) und Amin Younes (5.) hatten früh die ersten guten Chancen. Leitner (16.) und Kevin Volland (17.) vergaben ebenfalls die Gelegenheit zur Führung.

In der Folge verfiel die deutsche Mannschaft aber in Lethargie, blieb im Spiel nach vorne ideenlos und wurde in der Defensive nachlässig.

Die Gäste wurden mutiger und durch den Führungstreffer durch einen Kopfball von Trotta belohnt. "Die Ansätze sind gut, wir müssen aber effektiver werden", sagte Flick in der Pause bei Eurosport.

Leitner mit dem Ausgleich

Zur zweiten Halbzeit mischte Hrubesch munter durch, unter anderem kam Arsenals Offensivtalent Serge Gnabry zu seinem U-21-Debüt. Am deutschen Spiel änderte sich aber zunächst nichts, Italien hatte gar die Riesenchance zum 2:0 durch Andrea Belotti (49.).

Erst danach erwachte der Gastgeber. Nach einem Schuss von Yunus Malli war dann Bittencourt per Abstauber mit dem 1:1 zur Stelle. Der eingewechselte Philipp Hofmann (66./69.) und Johannes Geis (68. ) hatten in der Folge gute Chancen zum 2:1. In der turbulenten Schlussphase rettete schließlich Leitner immerhin den Teilerfolg.

Die deutsche U 21, zuletzt 2009 unter Hrubesch Europameister, startet am 17. Juni gegen Serbien in die EM.

Weitere Gruppengegner sind Dänemark (20. Juni) und Gastgeber Tschechien (23. Juni).

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