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Tiflis - Toni Kroos ist von seinen Leistungen überzeugt und erklärt, wie er mit Kritik der spanischen Presse umgeht. Entscheidend sei, wie man sich selber einschätze

Toni Kroos lässt die in zuletzt aufgekommene Kritik der spanischen Medien an seiner Person kalt.

"Die spanische Presse ist tatsächlich sehr extrem, aber das ist immer nur so schlimm, wie man es an sich heranlässt. Mich interessiert es eigentlich überhaupt nicht", sagte der Mittelfeldspieler von Real Madrid am Samstag in Tiflis auf der Pressekonferenz des DFB-Teams auf SPORT1-Nachfrage.

"Wer mich ein  bisschen besser kennt, der weiß, dass ich nicht wie das Fähnchen im Wind bin, wie es die spanischen Medien manchmal sind. Wenn du ein Spiel gewinnst, ist alles gut, genauso ist es in die andere Richtung", erklärte Kroos.

Toni Kroos bei der deutschen Nationalmannschaft
Toni Kroos (l.) im Training der deutschen Nationalmannschaft © Getty Images

Mit Real hatte der 25-Jährige am vergangenen Sonntag das Duell beim Erzrivalen FC Barcelona 1:2 verloren und war etwas in die Kritik geraten, weil er nach zuvor meist herausragenden Leistungen nach Meinung der dortigen Medien abgebaut hatte.

"In Barcelona haben wir in meinen Augen absolut ein gutes Spiel gemacht haben, man muss das immer für sich selbst einschätzen", meinte Kroos.

Vor dem EM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Georgien (So., ab 17.30 im LIVETICKER) setzte sich der Weltmeister gegen Mutmaßungen zur Wehr, wonach er unter der schweren körperlichen Belastung der vergangenen Wochen leide.

"Klar waren es viele Spiele, und ich hatte keine Winterpause - da ist es normal, dass man die Müdigkeit manchmal spürt. Aber das kann ich momentan gar nicht sagen, weil ich mich gut fühle und bei Real Madrid sehr glücklich bin", sagte der Mittelfeldspieler, der allein für Madrid schon mehr als 40 Pflichtspiele in dieser Saison bestritten hat.

Er kenne seinen Körper sehr gut und könne sagen, "wenn ich eine Pause brauche. Gegen Australien musste ich das nicht tun, da hat es der Trainer selbst erkannt", sagte Kroos, der in Georgien wieder zur Startelf gehören wird.

Bundestrainer Joachim Löw hatte Kroos wie andere Weltmeister gegen den Asienmeister (2:2) am vergangenen Mittwoch geschont. "Natürlich schadet so eine Pause nicht, ehe die Saison in die entscheidende Phase geht", sagte der "Nationalspieler des Jahres 2014".

"Es war eine schöne Sache, dass ich gewählt wurde, weil das vergangene Jahr kein normales Jahr war, aber das sollte jetzt auch endgültig der Abschluss des Jahres gewesen sein", sagte Kroos und blickte selbstbewusst auf die Partie am Sonntag.

"Wir sind sehr freundlich empfangen worden, aber wir wollen das Land als Sieger verlassen. Es wird an uns liegen, wir gut Georgien sein wird. Wenn wir unser Spiel machen und Gas geben, werden wir gewinnen, sonst wird es ungemütlich."

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