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Michael Ballack (r.) wurde im September 2013 offiziell aus dem DFB-Team verabschiedet
Michael Ballack (r.) wurde im September 2013 offiziell aus dem DFB-Team verabschiedet © Getty Images

Nach dem Rücktritt dreier Routiniers müsse sich eine neue Hierarchie entwickeln, erklärt der ehemalige Kapitän der Nationalelf. Dieser Prozess sei "gesund für das Team".

Der langjährige Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack prophezeit Weltmeister Deutschland auf dem Weg zu einer neuen internen Hierarchie noch einige Machtgerangel.

Die nach dem WM-Triumph zurückgetretenen Philipp Lahm, Miroslav Klose und Per Mertesacker müssten "vor allem als Persönlichkeiten ersetzt werden", sagte der 38-Jährige.

"Da müssen neue Spieler erst reinwachsen, und das braucht natürlich ein bisschen Zeit. Dabei gehen hin und wieder ein paar Prozent verloren, und es gibt neue Grabenkämpfe", so Ballack weiter: "Die gesund sind für die Mannschaft, und die die Mannschaft auch braucht, um nächstes Jahr wieder das große Ziel im Auge zu behalten. Die Qualität dafür ist da."

Dass die Nationalmannschaft nach dem WM-Titel einige Probleme hatte, bezeichnete er als "völlig normal", Sorgen um das Ticket für die EM 2016 macht er sich deswegen aber "überhaupt nicht. Die Gruppe ist unbequem, eine Qualifikation ist manchmal mit Höhen und Tiefen verbunden. Aber da muss man einfach durch".

Ballack absolvierte zwischen 1999 bis 2010 98 Länderspiele. Nach einer Verletzung vor der WM 2010 hatte sich Lahm bereits als Kapitän in Stellung gebracht, Ballack kehrte nicht mehr zurück in die Nationalmannschaft.

2012 beendete er seine Karriere als Profi, heute ist er unter anderem als TV-Experte in den USA tätig.

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