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Joachim Löw Nagelfeile
Joachim Löw feilt sich während des Länderspiels gegen Gibraltar die Nägel © Joachim Löw

Stuttgart - Bundestrainer Joachim Löw erklärt bei SPORT1 den Grund für seine spontane Nagelpflege während des Spiels gegen Gibraltar. Von Respektlosigkeit will er nichts wissen.

Joachim Löw hat am Tag nach dem Wirbel um seine Nagelpflege während des Länderspiels in Faro gegen Gibraltar (7:0) sein Verhalten erklärt.

"Ich habe mir den Fingernagel am Trainerstuhl eingeklemmt. Der Nagel war richtig aufgespalten. Es sollte nicht respektlos sein", erklärte er im Rahmen des Benefizspieles von Sami Khediras Stiftung bei SPORT1.

Nach dem Treffer zum 4:0 hatten die TV-Bilder eines desinteressiert wirkenden Bundestrainer eingefangen, der sich die Nägel feilte.

"Zweite Halbzeit war absolut in Ordnung"

Die Bilanz nach der in der ersten Halbzeit schwachen Leistung in Faro fiel bei Löw trotzdem positiv aus.

"Die zweite Halbzeit war absolut in Ordnung. In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Chancen vergeben", sagte Löw.

Durch den klaren Erfolg kletterte das deutsche Team in der EM-Qualifikation auf Platz 2 der Gruppe D hinter Tabellenführer Polen.

"Insgesamt haben wir vielleicht ein paar Punkte zu wenig in der Qualifikation. Normalerweise sind wir ja gewohnt, die Tabelle anzuführen", gab Löw zu.

Netzreparatur mit Kabelbinder und Feuerzeug

Löws Feile war nicht das einzige Kuriosum des Spiels: Weil erst noch das Tor geflickt werden musste, hatte sich auch der Anstoß zur zweiten Halbzeit des Spiels verzögert.

Die Ordner reparierten das Loch im von Roman Weidenfeller gehüteten Tor, indem sie das Netz mit Kabelbinder am Pfosten festbanden - und mit einem Feuerzeug den überstehenden Kunststoff beseitigten.

Die Spieler beider Teams hatten zuvor schon minutenlang auf dem Platz gestanden.

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