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DFB-Sportdirektor Hansi Flick kann sich künftig Spezial-Trainer für Abwehr und Angriff vorstellen. Heute könne ein Cheftrainer alle Aufgaben nicht mehr alleine erfüllen.

DFB-Sportdirektor Hansi Flick kann sich künftig Spezial-Trainer für Abwehr und Angriff vorstellen.

"Der einzige Spezialist in einem Trainer-Team ist aktuell der Torwart-Trainer. Ich bin der Meinung, dass wir Spezialisten genauso in vielen anderen Bereichen benötigen. Wieso also nicht auch einen für die Offensive, für die Defensive und für die Standards?", sagte Flick der Sport Bild.

Der 50-Jährige weiter: "Gerade bei Talenten, die aus der Jugend kommen, 19, 20 Jahre jung, ist es wichtig, noch intensiver individuell zu trainieren, um damit ihr großes Entwicklungspotenzial auszuschöpfen."

Heute könne ein Cheftrainer alle Aufgaben nicht mehr alleine erfüllen: "Er ist verantwortlich für die gesamte Mannschaft und das Team dahinter. Er muss die sportliche Richtung vorgeben, mit Spielern, Trainern, Vereinen kommunizieren, sich permanent weiterbilden, die Entwicklung des Fußballs im Auge behalten, dazu Öffentlichkeitsarbeit leisten und Sponsoren-Termine wahrnehmen", erklärte Flick.

Deshalb würde eine bessere Arbeitsteilung Sinn machen: "In dieser Konstellation ist es für den Cheftrainer wichtig, ein Team von Spezialisten zu haben, das auch ganz individuell mit einzelnen Spielern arbeiten kann. Entscheidend ist, dass das Potenzial jedes Spielers zu 100 Prozent ausgenutzt wird. Die Gleichung ist simpel: Wenn jeder Einzelne besser wird, profitiert zwangsläufig die gesamte Mannschaft davon."

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