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Jens Lehmann wurde vor dem Starnberger Langericht zu einer Geldstrafe verurteilt
Jens Lehmann war während der WM 2006 deutscher Stammtorhüter © Getty Images

Der Ex-Nationalkeeper relativiert seine Aussagen nach dem Polen-Spiel. Er habe nicht sagen wollen, dass die deutschen Spieler zu langsam in den Füßen seien.

TV-Experte Jens Lehmann hat seine umstrittene Kritik an der fehlenden Schnelligkeit der deutschen Nationalmannschaft relativiert.

Der Satz "Wir haben kaum noch schnelle Spieler" nach dem deutschen Sieg gegen Polen sei nicht so gemeint gewesen, wie er allgemein verstanden worden war, hielt er vor Anpfiff des EM-Qualifikationsspiels in Schottland bei RTL fest.

"Wenn man im Fußball heute von Schnelligkeit spricht, meint man ja die Handlungsschnelligkeit", sagte der ehemalige Nationaltorwart: "An der Grundschnelligkeit der deutschen Spieler hat sich ja seit der WM nichts verändert." Die helfe aber nicht, wenn die richtigen Entscheidungen auf dem Platz nicht rasch genug getroffen würden.

Bundestrainer Joachim Löw hatte Lehmann zuvor Kontra gegeben und dabei ebenfalls zwischen den zwei Definitionen von Schnelligkeit differenziert: Die Defensivfehler gegen Polen hätten "nichts mit der Grundschnelligkeit einzelner Spieler zu tun, sondern mit der Schnelligkeit im Kopf".

Nachdem auch Lehmann nun auf diese Weise unterschied, zeigte sich auch DFB-Manager Oliver Bierhoff gelassen: Auch Löw habe schließlich gegenüber der Mannschaft Fehler moniert, die der Experte erwähnt hätte. Und fügte hinzu: "Der Jens hat ja schon als Spieler seine Mitspieler kritisiert."

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