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Oliver Bierhoff hat neue Ideen im Kampf gegen die steigenden Ablösesummen.
Oliver Bierhoff sprach sich für eine frühere Schließung des Transferfensters aus © Getty Images

Oliver Bierhoff kritisiert die "ungesunden" Ablösesummen im Fußball und wünscht sich wie viele andere Funktionäre eine Schließung des Transferfensters noch vor Saisonbeginn in der Bundesliga.

"Bedenklich ist, dass für Spieler, die vor ein paar Wochen zehn Millionen Euro kosteten, jetzt 30 Millionen Euro gezahlt wird. Das ist ungesund", sagte der Manager der deutschen Nationalmannschaft im Express-Interview.

Bierhoff (47) forderte, dem Treiben Einhalt zu gebieten und "auf europäischer Ebene Pflöcke einzuschlagen".

Er frage sich: "Warum ist das Transferfenster so lange offen? Das provoziert geradezu diese Entwicklung. Ich würde mir wünschen, dass vor dem ersten Spieltag keine Spielerwechsel mehr möglich wären."

Dies hatten zuvor bereits die Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge (Bayern München) und Heribert Bruchhagen (Eintracht Frankfurt) angeregt.

Der Fußball müsse aufpassen, welchen Weg er einschlage, sagte Bierhoff. "Bei aller notwendigen Kommerzialisierung dürfen wir uns nicht von den Fans abwenden."

Er warnte in diesem Zusammenhang vor einem "Giereffekt": "So nach dem Motto: Wie bekomme ich noch mehr Geld, wie werde ich noch reicher? Außerdem bringen diese Summen Unruhe in eine Mannschaft. Es ist ganz wichtig, dass der Sport weiter im Mittelpunkt steht."

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