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Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm rechnet fest mit der EM-Qualifikation der wankenden deutschen Nationalmannschaft und einer guten EURO 2016.

"Da mache ich mir keine großen Sorgen. Nicht umsonst heißt es, dass Deutschland eine Turniermannschaft ist", sagte der langjährige Spielführer der DFB-Auswahl der Münchner tz und dem Kölner Express.

Am wichtigsten für eine gute Turnierleistung seien nicht die - diesmal durchwachsenen - Auftritte in der Qualifikation, sondern sei "das Trainingslager unmittelbar davor. Und da hat unsere Nationalmannschaft nicht nur in den vergangenen Jahren, sondern Jahrzehnten schon immer sehr, sehr gute Arbeit geleistet", sagte Lahm (31): "Das wird diesmal nicht anders sein. Das weiß ich."

Bundestrainer Joachim Löw und seine Mannschaft brauchen am Sonntag im abschließenden Qualispiel in Leipzig gegen Georgien nach der blamablen 0:1-Niederlage in Irland ein Unentschieden, um sich direkt für die EURO in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) zu qualifizieren.

"Ich finde es normal, dass man durch die Quali nicht einfach so durchspaziert", sagte Lahm über die teilweise ernüchternden Leistungen, "das ist harte Arbeit - vor allem, wenn man vorher Weltmeister geworden ist."

Als möglichen Nachfolger auf der Position des Rechtsverteidigers, die seit Lahms Rücktritt nach dem WM-Triumph 2014 eine Problemzone ist, brachte nun auch der Bayern-Star seinen Kollegen Rafinha ins Spiel.

"Wer beim FC Bayern regelmäßig spielt und seine internationale Klasse nachgewiesen hat, ist immer eine Option - für jede Nationalmannschaft", sagte er.

Rafinha (30) ist aus der brasilianischen Nationalmannschaft zurückgetreten und hat einen deutschen Pass beantragt. Weil er für die Selecao nur Test- und Olympiaspiele bestritt, wäre er für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) spielberechtigt.

"Rafa hat seine Qualitäten über Jahre hinweg gezeigt. Er ist auf dem Platz unheimlich wertvoll und darüber hinaus auch noch ein überragender Typ", sagte Lahm.

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