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Jerome Boateng ist nach den Leistungen der Nationalmannschaft in Irland und gegen Georgien nicht zufrieden und übt Kritik. Von den Italienern könne man noch etwas lernen.

Jerome Boateng hat die zuletzt mangelnde Chancenauswertung der deutschen Nationalmannschaft kritisiert.

"Wir sollten uns jeder an die eigene Nase fassen. Es hat uns bei der WM ausgezeichnet, dass wir alle zusammen gearbeitet haben und nicht Abwehr und Sturm alleine. Das große Manko: Wir nutzen unsere Chancen nicht", sagte Boateng bei Sky.

"Viel abgebrühter"

In den EM-Qualifikationsspielen in Irland (0:1) und gegen Georgien (2:1) hatte die deutsche Offensive jeweils zahlreiche Tormöglichkeiten liegen lassen.

Man müsse sich ein Beispiel an Teams wie Italien nehmen, findet der Verteidiger des FC Bayern: "Die Italiener sind zum Beispiel viel abgebrühter und fahren auch mal ein Spiel einfach nach Hause. Das müssen wir lernen."

Für die Offensive des DFB-Teams brachte Boateng einen ehemaligen Bayern-Kollegen ins Spiel: "Mario Gomez ist immer noch einer der besten Stürmer in Europa – das steht außer Frage", sagte Boateng: "Im Strafraum ist er immer noch ein echter Vollblutstürmer. Ich kenne Mario noch aus FC Bayern Zeiten, bin gut mit ihm befreundet. Und ich denke, dass der Bundestrainer auch weiß, was Marios Qualitäten sind."

Großes Lob von Sammer

Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer lobte Boateng derweil in den höchsten Tönen. Er sei "der beste Innenverteidiger der Welt. Wenn sie die Entwicklung bei Jerome in den letzten Jahren Revue passieren lassen, ist das einfach atemberaubend", so Sammer bei Sky.

Der 27-Jährige, von Thomas Müller zuletzt sogar als "Kaiser" geadelt, sei gerade dabei, führte Sammer weiter aus, "dass irgendwann die nächste Generation sagen wird: Oh, der Junge spielt ja wie der Jerome Boateng damals. Das wäre das größte Kompliment, das man sich erarbeiten kann."

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