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Die deutsche Nationalmannschaft bekommt es bei der EM erneut mit Robert Lewandowski zu tun © Getty Images

Die deutsche Nationalmannschaft erwischt bei der EM-Auslosung in Paris eine leichte Gruppe. Die Elf von Joachim Löw muss gegen zwei Außenseiter ran - aber auch erneut gegen Polen.

Weltmeister Deutschland hat ein halbes Jahr vor der Operation EM-Titel 2016 mal wieder das Losglück auf seiner Seite gehabt.

Auf dem Weg zum vierten Triumph muss sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw im kommenden Sommer in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) in der relativ einfachen Gruppe C gegen die Ukraine, Nordirland und Polen mit Bayern-Torjäger Robert Lewandowski durchsetzen.

Löw warnte direkt nach der Auslosung davor, die Gruppe auf die leichte Schulter zu nehmen. "Es heißt vom ersten Spiel weg konzentriert zu sein. Polen hat eine große Qualität, aber auch die Nordiren und die Ukraine können mit ihrer Verteidigung und Konter-Spiel unangenehm werden", sagte der 55-Jährige und stellte im selben Atemzug klar: "Wir sind Favorit und wollen die Gruppe gewinnen."

Das will auch Thomas Müller, der twitterte: "Ich bin zufrieden mit unserer EM-Gruppe." Der DFB-Torjäger bat seinen Bayern-Kollegen Lewandowski vorsichtshalber schon einmal: "Lewy, halt dich zurück gegen uns!"

Zufrieden war auch der deutsche Teammanager Oliver Bierhoff: "Wir haben sicher Glück gehabt. Wir wollten Italien unbdingt vermeiden. Aber natürlich müssen wir unsere Gruppengegner ernst nehmen." Dem Europameister von 1996 wurde mit Nordirland zudem ein weiterer Wunsch erfüllt: "Nordirland ist mein persönlicher Favorit. Da habe ich mal den schnellsten Hattrick geschossen."

Aber auch die Ukraine, unterlegener Gegner in den Play-offs zur WM 2002 in Japan und Südkorea, ist im Gegensatz zur Türkei oder sogar dem Angstgegner Italien eine Pflichtaufgabe. Die Polen sind dagegen ein harter Brocken. In der EM-Qualifikation hatten Lewandowski und Co. den Weltmeister bereits geärgert und zu Hause 2:0 gewonnen. Das Rückspiel entschied das DFB-Team 3:1 für sich.

Rückkehr nach Paris im zweiten Spiel

Die DFB-Auswahl steigt am 12. Juni in Lille (21.00 Uhr MESZ) gegen die Ukraine in das Turnier ein, ehe am 16. Juni im Pariser Vorort St. Denis (21.00) das zweite Gruppenspiel gegen Polen auf dem Programm steht.

Im Stade de France hatte die DFB-Elf nach den Terroranschlägen die Nacht auf den 14. November verbracht. Zum Gruppenabschluss treffen Kapitän Bastian Schweinsteiger und Co. am 21. Juni (18.00) in der französischen Hauptstadt im Prinzenpark auf die Nordiren.

Im nach den Terroranschlägen vom 13. November schwer bewachten Palais des Congrès in Paris fehlten UEFA-Boss Michel Platini und FIFA-Chef Joseph S. Blatter, die infolge ihrer 90-tägigen Suspendierung im Zuge des Korruptionsskandals draußen bleiben mussten. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte am Freitag den Einspruch des Franzosen Platini abgelehnt.

Feierliche Zeremonie in Paris

"Man hat die ganzen Sicherheitsvorkehrungen mitbekommen, aber das hat mich auf der anderen Seite wieder beruhigt", sagte Bierhoff kurz vor der feierlichen Zeremonie. Anstelle von Platini leiteten UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino und dessen Assistenten Ruud Gullit und Bixente Lizarazu die Show mit viel französischer Folklore und dem Pariser Star-DJ David Guetta im Vorprogramm.

Die "EM-Legenden" Bierhoff, Angelos Charisteas, Vicente Del Bosque, Antonin Panenka und David Trezeguet, der Deutschland an die Spitze der Gruppe C zog, waren zudem in die Auslosung involviert.

Die gesamte sportliche Leitung der Nationalmannschaft mit Bundestrainer Joachim Löw, Assistenztrainer Thomas Schneider, Torwarttrainer Andreas Köpke sowie Manager Bierhoff war in Paris vor Ort. Als Delegationsleiter war zudem der kommissarische DFB-Präsident Reinhard Rauball dabei, dazu noch DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock und Sicherheitschef Henrik Große Lefert.

Bierhoff plant schon

Die beiden Gruppenersten der sechs Vierergruppen sind sicher für das Achtelfinale qualifiziert. Ergänzt wird das Feld durch die vier besten Gruppendritten.

Für den DFB beginnt am Montag die konkrete Planung für das Turnier im Sommer. "Wir haben vieles vorgeplant, jetzt geht es in die Detailarbeit. Es wird jetzt einen Run geben, mit wem man spielen kann. Es geht um einen Zeitplan und wir werden konkret über gewisse Maßnahmen reden", sagte Bierhoff.

Fest geplant sind die Härtetests am 26. März in Berlin gegen England und drei Tage später in München gegen Italien. Gesucht werden noch Gegner für zwei Länderspiele in der direkten Turniervorbereitung, die wohl in Deutschland stattfinden werden. Möglicherweise wird das am 17. November in Hannover wegen einer Terrorwarnung abgesagte Spiel gegen die nicht für die EM qualifizierte Niederlande nachgeholt.

Festgelegt wird in Kürze auch, wann die DFB-Auswahl ihr EM-Quartier in Evian-les-Bains am französischen Ufer des Genfer Sees bezieht. Zudem wird auch das Trainingslager im schweizerischen Ascona terminiert.

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