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Leroy Sane versteckt sich nicht und glaubt an eine Nominierung zur Europameisterschaft in Frankreich. Trotz des Trubels um seine Person bleibt er auf dem Boden.

Mit dem siebten Sieg im siebten Quali-Spiel in Russland hat die deutsche U21 einen weiteren großen Schritt Richtung EM 2017 in Polen gemacht.

Großen Anteil daran hat Leroy Sane. Doch obwohl dem Youngster von Schalke 04 erst im vergangenen Jahr der Durchbruch gelang, könnte er in diesem Sommer statt mit seinen Altersgenossen bereits bei der EM in Frankreich mit Thomas Müller und Marco Reus auf Torejagd gehen.

EM der Traum - Olympia das Ziel

"Die Europameisterschaft wäre natürlich ein Traum. Das wäre das Größte", sagt der 20-Jährige, der im vom Terroranschlag überschatteten Gastspiel der deutschen Auswahl im Herbst in Paris gegen Frankreich sein Debüt im A-Team gab, zu SPORT1.

France v Germany - International Friendly
Leroy Sane (r.) wird das deutsche Länderspiel in Frankreich im vergangenen Herbst in doppelter Hinsicht im Gedächtnis bleiben © Getty Images

Sollte eine Nominierung von Joachim Löw ausbleiben, hat Sane bereits ein lohnendes Alternativziel vor Augen: "Olympia zu spielen - vor allem zusammen mit meinen Jungs - wäre auch etwas ganz Großes. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich dabei wäre."

Trotz des medialen Hypes auf dem Boden geblieben

Trotz seines rasanten Aufstiegs versucht der Schalker, die Bodenhaftung zu behalten. "Ich will so bleiben wie ich bin - will viel lachen und Spaß haben wie immer", sagt er. "Meine Familie steht immer hinter mir und passt auf mich auf. Ich habe darüber schon viel mit meinem Vater geredet."

So weiß Sane auch das Interesse der europäischen Großklubs einzuordnen. "Auf der einen Seite freut man sich, dass die Top-Klubs bei einem anklopfen", gibt er zu. "Aber viel davon kaufen kann ich mir nicht. Ich muss weiter gute Leistungen bringen und will mich weiterentwickeln."

Unruhiges Umfeld auf Schalke

Und dafür sieht er beim FC Schalke 04 gute Voraussetzungen: "Ich fühle mich wohl in der Mannschaft und habe viel Spaß - das ist momentan das Wichtigste." Das unruhige Umfeld bei den Königsblauen, das schon zum Wechsel Julian Draxlers nicht unwesentlich beigetragen hat, sieht aber auch Sane als durchaus problematisch an.

"Auf Schalke ist es schon einen Tick schwieriger", erklärt er. "Wenn man gut spielt, ist man direkt der Fußballgott. Wenn man schlecht spielt, ist man der schlechteste Spieler überhaupt." 

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