vergrößernverkleinern
Mesut Özil und Jerome Boateng sehen sich mit der Meinung mehrere AfD-Politiker konfrontiert © Imago

Nach Alexander Gauland äußert sich auch AfD-Chefin Frauke Petry auf äußerst fragwürdige Weise zu Mesut Özil. Sie stellt ein Foto des Nationalspielers in Frage.

Nach den erneuten Provokationen von AfD-Vizevorstand Alexander Gauland hat sich auch Partei-Chefin Frauke Petry mit äußerst fragwürdigen Äußerungen in die Diskussion um deutsche Nationalspieler eingemischt.

"Es ist schade, dass Mesut Özil als Identifikationsfigur für so viele Kinder und Jugendliche die Nationalhymne nicht mitsingt", sagte Petry in der Welt am Sonntag.

Zudem stellte sie ein jüngst von dem DFB-Spielmacher veröffentlichtes Foto in Frage. Auf dem Bild ist Özil in einem traditionellen Gewand in der Heiligen Moschee in Mekka zu sehen.

"Diese öffentlich zelebrierte Reise in Mekka" gehöre zwar zu den religiösen Pflichten eines Muslims: "Ob man sie aller Welt präsentieren muss, steht dahin", so die Politikerin. Man könne Özil zudem fragen, ob er mit dem Bild eine politische Aussage habe treffen wollen.

Petry stellt zudem Spekulationen über das Privatleben des Arsenal-Profis an. Sie vermute, dass der 27-Jährige nicht nach den Regeln der Scharia lebe: "Die Frauen, mit denen er sich öffentlich zeigt, tragen jedenfalls kein Kopftuch."

Am Freitag hatte bereits Gauland, der sich schon zuvor abwertend über Nationalspieler Jerome Boateng geäußert hatte, für Wirbel gesorgt.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel