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Hat Bastian Schweinsteiger (r.) sein letztes Länderspiel gespielt? Wenn's nach Michael Ballack geht, dann schon

Michael Ballack befürchtet, dass Schweinsteigers Status in Gefahr geraten würde, sollte er weiter im DFB-Dress auflaufen wollen. Noch könne er mit Würde abtreten.

Der frühere Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack (39) rät Bastian Schweinsteiger (31) nach dem EM-Aus im Halbfinale gegen Frankreich (0:2) zum Rücktritt aus der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

"Ich weiß nicht, ob er sich einen Gefallen tun würde, die WM in Russland als nächstes persönliches Ziel auszurufen", schrieb der 39-Jährige in seiner Kolumne im Express und der TZ: "Ich würde ihm raten, sich diesen Schritt genau zu überlegen."

Sonst, das "fürchtet" Ballack, könne Schweinsteiger, mit dem er viele Jahre zusammen im DFB-Trikot aufgelaufen war, "in einen Strudel hineingeraten" und "andere Spieler könnten die Situation nutzen, um seinen Status in der Nationalmannschaft in Frage zu stellen - das hätte Schweinsteiger nicht verdient". 

"Erhobenen Hauptes abtreten"

Allerdings würde auch ein Rücktritt die Karriere des Manchester-United-Profis nicht schmälern. "Er hat Deutschland 2014 zum Weltmeister gemacht. Er hat Großartiges für den Fußball geleistet", sagte Ballack: "Er kann jetzt erhobenen Hauptes durch die Vordertür abtreten. Ich denke, es ist jetzt ein guter Zeitpunkt für ihn, zurückzutreten."

Ballack war der Vorvorgänger von Schweinsteiger als Kapitän. Nachdem er verletzungsbedingt die WM 2010 verpasst hatte, übernahm zunächst Philipp Lahm das DFB-Kapitänsamt.

Nach Lahms Rücktritt nach dem WM-Titel in Brasilien rückte Schweinsteiger nach.

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