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Ist Bastian Schweinsteiger zurück? © Getty Images

Oslo - Der verabschiedete DFB-Kapitän wird gegen Norwegen plötzlich als Einwechselspieler angezeigt. Sein Alter Ego ist deutlich jünger und kann sich vorstellen, warum das so war.

Am 31. August ging eine beeindruckende Nationalmannschaftskarriere zu Ende, trotzdem hat sich der Abschied von Bastian Schweinsteiger offenbar nicht in alle Teile der Welt verbreitet.

Denn beim deutschen WM-Qualifikationsspiel gegen Norwegen (2:0) wenige Tage später prangte sein Name plötzlich auf der Videoleinwand im Stadion von Oslo.

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Götze raus - Schweinsteiger rein?

Verwundert blickten die Zuschauer auf, als dort in großen Lettern die Einwechslung von Bastian Schweinsteiger für den vom Platz trabenden Mario Götze verkündet wurde.

Bei einem genaueren Blick sahen die Fans dann jedoch schnell, dass es sich nicht um das überraschendste Comeback der Fußball-Geschichte handelte - sondern um eine kuriose Verwechslung.

Am Seitenrand stand ja tatsächlich ein Spieler mit der Rückennummer sieben bereit, Schweinsteigers Nummer. Auch die Haarfarbe passte, ein Blondschopf macht sich bereit.

Aber auch wenn es sich einige DFB-Fans sicher sehr gewünscht hätten, es war nicht Bastian Schweinsteiger. Es war Julian Brandt.

"Große, große Fußstapfen für Brandt"

Der Leverkusener war völlig unvorbereitet mit dem prestigeträchtigen Dress ausgestattet worden. "Als ich vor dem Spiel in die Kabine gekommen bin und vergeblich meine 24 gesucht habe, habe ich erstmal den Zeugwart gefragt, wo denn mein Trikot ist. Ich dachte schon, ich wäre nicht mehr im Kader", erklärte Brandt SPORT1. "Da meinte er 'du hast jetzt die Sieben‘. Und ich dachte: Das ist ein harter Brocken. Große, große Fußstapfen."

Wenn große Spieler mit einer Nummer Turniere gewonnen oder unvergessliche Spiele abgeliefert hätten, sei ihr Trikot "natürlich schon ein kleiner Rucksack". Der 20-Jährige hatte in seinem ersten Pflichtspieleinsatz für das DFB-Team daran offenbar aber nicht schwer zu tragen. 

Eine Ehre, eine "geile Nummer"

"Ich hoffe, ich konnte Bastian diesmal gut vertreten. Mir schwirrte das heute aber nicht so im Kopf herum wie dem einen oder anderen. Es ist eine Ehre, klar. Die Sieben ist eine geile Nummer. Mehr ist es dann aber auch nicht."

Dass er von der norwegischen Stadionregie als Alter Ego Schweinsteigers auf den Rasen des Ullevaal-Stadions geschickt wurde, entlockte Brandt im Nachhinein ein Schmunzeln: "Bastian Schweinsteiger", meinte er, "soll man eben nicht so schnell vergessen." 

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