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DFB-Präsident Reinhard Grindel kann sich eine späte Vertragsverlängerung des Bundestrainers vorstellen. Löw könnte 2020 eine besondere Herausforderung bevorstehen.

DFB-Präsident Reinhard Grindel lässt Bundestrainer Joachim Löw alle Zeit der Welt, um seinen bis 2018 laufenden Vertrag zu verlängern.

"Mit Respekt vor unserem Weltmeister-Trainer soll Jogi Löw selbst entscheiden. Wenn es sein Wunsch wäre, erst unmittelbar nach der WM eine Entscheidung zu treffen, würde ich sagen: Dann machen wir es so. Er hat so viel geleistet, dass er auch das Recht dazu haben soll", erklärte Grindel dem kicker.

Bislang hatte der Bundestrainer seinen Vertrag fast immer vor einem großen Turnier verlängert. Einzig 2010 hatten sich Löw und seine Assistenten erst einige Tage nach der WM auf eine Verlängerung bis 2012 geeinigt, einige Monate zuvor wurde ein Handschlagvertrag für nichtig erklärt.

Obwohl Löw bislang nicht erklärte, länger als bis zur WM in Russland zu planen, will Grindel mit dem Weltmeister-Coach weiterarbeiten.

"Ich habe bereits vor der EURO gesagt, dass ich mir eine sehr langfristige Zusammenarbeit vorstellen kann. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu Jogi Löw, wenn er über seine Zukunft sprechen möchte, stehe ich für Gespräche jederzeit bereit."

Derzeit sei es das große Ziel Löws, den Titel 2018 zu verteidigen, "aber ich könnte mir auch vorstellen, dass der EM-Titel 2020 für ihn eine besondere Herausforderung sein könnte", meinte Grindel. 2020 steigt die EM in verschiedenen europäischen Ländern, auch Deutschland ist mit München vertreten.

Eine möglicherweise bereits begonnene Diskussion um einen Nachfolger Löws dementierte Grindel deutlich. Sollte Löw nach der WM seinen Auftrag für erfüllt halten, "würde ich mich natürlich dazu im engen Kreis beraten", sagte der DFB-Präsident.

Die Entscheidung über einen Nachfolger würde er gemeinsam mit DFB-Sportdirektor Hansi Flick sowie Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff vorbereiten.

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