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Thomas Müller macht sich für mehr bullige Strafraumstürmer wie Mario Gomez stark und übt auch Kritik an einer zu einseitigen Ausbildung von Jugendspielern.

Nationalspieler Thomas Müller hat sich in der Stürmerdiskussion für mehr Spieler vom Typ Mario Gomez stark gemacht.

"Natürlich haben wir in dieser zentralen Position wenig Optionen", sagte Müller der Bild: "Das ist ein grundsätzliches Problem in Deutschland. Da gibt’s nicht allzu viel Auswahl. Mario Götze hat das schon sehr gut gemacht. Aber im Laufe eines Spiels wäre es nicht schlecht, wenn man auch eine bulligere Variante bringen könnte. Da gibt’s nur Mario Gomez."

Deshalb wünscht sich der Weltmeister von 2014, dass "in den nächsten Jahren Spieler kommen, die sich auf dieser Position in der Weltspitze bewegen. Aber man kann das auch nicht züchten oder im Planungsbüro bestellen."

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Den Grund für das Fehlen mehrerer "echter Neuner" sieht Müller in einem anderen Fokus bei der Ausbildung von Jugendspielern.

"Es war ja in den letzten Jahren so, dass das Fußballerische und Technische sehr im Vordergrund stand. Auf Positionen, wo diese Eigenschaften gefragt sind, haben wir ein Überangebot", konstatierte Müller.

Im Gegenzug seien "diese bulligen und vielleicht manchmal technisch schwächeren Spieler im Offensivbereich dann eher aussortiert" worden, fügte der Bayern-Profi an und kritisiert: "Weil man dachte, wir müssen in die spanische Richtung gehen. Man sieht aber, dass es nötig ist, auch die Strafraum-Stürmer-Variante zu haben."

Gomez war nach einer starken EM zurück in die Bundesliga zum VfL Wolfsburg gewechselt. In Frankreich erzielte der Mittelstürmer zwei Tore für das DFB-Team.

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