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SPORT1-Onlinechef Martin Volkmar sieht erst bei der WM Probleme auf Joachim Löw zukommen © SPORT1 / Getty Images

Das DFB-Team überzeugt gegen Tschechien und kann angesichts der schwachen Gegner schon die Reise nach Russland buchen. Das bringt allerdings auch Nachteile mit sich.

Für die vom Hamburger SV nicht eben verwöhnten Zuschauer war es ein schöner Abend. Statt Rumpelfußball gab es am Samstag einen überzeugenden Auftritt der deutschen Nationalmannschaft im Volkspark zu sehen.

Spielfreudig und souverän präsentierte sich die DFB-Auswahl gegen den vermeintlich stärksten Gegner in der WM-Qualifikation, ohne die erneut mäßige Chancenverwertung wäre ein noch höherer Sieg locker möglich gewesen.

Doch gegen den schwachen EM-Teilnehmer Tschechien hätte die Elf von Joachim Löw vermutlich auch in Unterzahl klar gewonnen. Mit Blick auf die anderen Rivalen in der Gruppe kann der DFB die Reise zur Titelverteidigung bei der WM 2018 in Russland schon buchen.

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Der nächste Gegner Nordirland tat sich gegen Fußballzwerg San Marino lange schwer, Norwegen blamierte sich gar in Aserbaidschan – dass der Weltranglisten-133. nun mit zwei Siegen ärgster deutscher Konkurrent ist, spricht für sich.

Der Bundestrainer kann es also weiter entspannt angehen, für die WM-Qualifikation würde auch der Schongang reichen. Was allerdings auch Nachteile mit sich bringt.

Denn die bekannten Kritikpunkte bleiben: Zu wenig frisches Blut, zu viele Bankwärmer, zu wenig Ideen für die Behebung der personellen Probleme im Sturm und in der Außenverteidigung.

Ob Löw darauf tatsächlich noch mal die richtigen Antworten findet, wird sich aber erst in zwei Jahren zeigen. Denn erst bei der WM wird er wieder gefordert werden.

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