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Germany - Training & Press Conference
Oliver Bierhoff hat nach eigener Aussage immer gern gegen San Marino gespielt © Getty Images

Der Manager des DFB-Teams betont den Wert von Länderspielen und vergleicht Spiele gegen San Marino mit Partien gegen Finnland. In einem Punkt gibt er Rummenigge recht.

Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff hat nach der Kritik von Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den Wert von Länderspielen betont.

"Ich habe immer untermauert, wie wichtig Länderspiele sind", sagte Bierhoff der Sport Bild:

"Wir haben bei der Nationalmannschaft gezeigt, dass wir mit der Belastung verantwortungsvoll umgehen und dass gerade die jungen Spieler sich durch die Präsenz weiterentwickeln können. Ich glaube, dass ein Julian Weigl gegen Italien mehr gelernt hat als in drei weiteren Trainingseinheiten bei Borussia Dortmund, die er das ganze Jahr über hat."

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In der Frage, ob Qualifikationsspiele wie gegen San Marino sinnvoll sind, hält Bierhoff den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht für den richtigen Adressaten. "Für mich kann ich sagen: Als Stürmer habe ich immer gerne gegen Länder wie San Marino gespielt", sagte der ehemalige Nationalstürmer.

In solchen Spielen müsse ein deutscher Nationalspieler aber sowieso "nicht an seine Grenzen gehen. Ich weiß daher nicht, ob ein Spiel wie beispielsweise gegen Finnland gesundheitsfördernder ist. Unter dem sportlichen Aspekt braucht man diese Spiele aber natürlich nicht."

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Rummenigge hatte sich über die gewachsene Zahl an Länderspielen echauffiert und eine Vor-Qualifikation ins Gespräch gebracht. "Der Fußball wird dabei ein Stück vergessen und vor allem wird dabei die Gesundheit der Spieler vernachlässigt", hatte er erklärt.

Und in Richtung von Fußball-Zwergen wie San Marino betont: "Als ich Fußball gespielt habe, durften diese Nationen gar keine Länderspiele austragen."

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