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Serge Gnabry traf dreifach gegen San Marino © Imago

Serge Gnabry tritt bei seinem Länderspiel-Debüt in San Marino direkt als Dreifach-Torschütze in Erscheinung. Der Bremer eifert Legenden des deutschen Fußballs nach.

Länderspiel-Debüt von Beginn an für den Weltmeister und direkt drei Tore: Für Serge Gnabry hätte das WM-Qualifikationsspiel in San Marino (8:0) kaum besser laufen können.

Nur neun Minuten brauchte der Offensivspieler von Werder Bremen, um sich in die Torschützenliste einzutragen. Nach 58 Minuten traf Gnabry dann sogar ein weiteres Mal, in Minute 76 folgte Tor Nummer drei für Deutschland(Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Ich habe natürlich nicht damit gerechnet, beim Debüt drei Tore zu machen. Das freut mich sehr, aber das waren super Zuspiele. Der Trainer hat gesagt, dass ich mit Selbstbewusstsein agieren und frech spielen soll. Ich denke, das ist mir gut gelungen", sagte Olympia-Torschützenkönig Gnabry bei RTL.

Gnabry in elitären Sphären 

Damit ist er der erste Spieler seit Christian Pander, der bei seinem Debüt für das DFB-Team traf. Der frühere Linksverteidiger erzielte 2007 den 2:1-Siegtreffer gegen England. Aufgrund vieler Verletzungen kam der mittlerweile 33-Jährige jedoch nur noch zu einem weiteren Länderspiel.

Serge Gnabry war in San Marino nicht zu stoppen © iM Football

Mit drei Treffern bewegt sich Gnabry in einem elitären Rahmen: Dieses Kunststück schafften bislang lediglich sechs Spielern. Der Erste war Otto Dumke am 18. Juni 1911 (4:2 in Schweden). Es folgten Josef Pöttinger am 18. April 1926 (4:2 gegen die Niederlande). Auch Fritz Walter, Kapitän der deutschen Weltmeister-Elf von 1954 in Bern, gelang  bei seinem Premierenspiel am 14. Juli 1940 (9:3 gegen Rumänien) ein Dreierpack. Der nächste war Heinz Strehl am 30. September 1962 (3:2 in Jugoslawien).

Zuletzt war dieses Kunststück Dieter Müller im EM-Halbfinale 1976 gegen Jugoslawien (4:2 n.V.) gelungen. Müller erzielte damals nach seiner Einwechslung in der 79. Minute ebenfalls drei Tore (80., 115., 119.).

Löw lobt - und bremst ein

54er-Weltmeister Fritz Walter traf beim 9:3-Sieg gegen Rumänien 1940, Dieter Müller im EM-Halbfinale 1976: Beim 4:2-Sieg nach Verlängerung gegen Jugoslawien wurde er in der 79. Minute beim Stand von 1:2 eingewechselt und erzielte einen Hattrick.

"Dass Serge reinkommt und dreimal trifft, ist natürlich sehr gut", freute sich Joachim Löw. Man dürfe die Vorstellung des Außenstürmers aber "nicht überbewerten" - ebenso wenig wie den Gesamtauftritt. "San Marino war kein Maßstab", verdeutlichte der Bundestrainer.

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