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Robert Lewandowski feiert mit seinen Teamkollegen die Qualifikation für die EM-Endrunde
Robert Lewandowski feiert mit seinen Teamkollegen die Qualifikation für die EM-Endrunde © Getty Images

Im entscheidenden Qualispiel gegen Irland schlägt Bayerns Stürmer wieder zu und sichert den Polen das EM-Ticket für Frankreich. Auch Albanien und Rumänien feiern.

Nach der vollbrachten Qualifikation für die EURO 2016 ließ "Superman" Robert Lewandowski die Champagner-Korken knallen.

Noch auf dem Rasen feierte er im Konfettiregen ausgelassen mit seinen polnischen Teamkollegen. In der Kabine folgte die Gratulation von Staatspräsident Andrzej Duda. Auch seine Frau ist stolz auf ihren Liebsten. Und ganz nebenbei stellte der Kapitän mit seinem Siegtor (42.) zum 2:1 gegen Irland noch den Torrekord in der EM-Qualifikation ein. Lewandowski ist momentan einfach nicht zu stoppen.

"Superman" und "Terminator"

Kein Wunder also, dass der 27-Jährige nur so mit Lobeshymnen überschüttet wird. Die polnische Zeitung Super Express beschrieb Bayern Münchens Stürmerstar als "Superman", bei einer anderen Gazette war er der "Terminator" und sein Mitspieler und Schütze zum 1:0, Grzegorz Krychowiak (13.), ist einfach nur froh, ihn im Team zu haben.

"Er gibt uns viel Selbstvertrauen", sagte er und glaubt sogar, dass Lewandowski - der 13 Tore in 10 Quali-Spielen gemacht hat - noch besser werden kann. "Natürlich kann er das", ist sich Krychowiak sicher.

Auch Polens Nationaltrainer Adam Nawalka ist einfach nur hin und weg. "Robert gibt dem Team das gewisse Etwas. Aber auch das Kollektiv hat funktioniert. Wir machen bei jedem Spiel Fortschritte und ganz unbescheiden möchte ich sagen, das war noch nicht unser letztes Wort", sagte Nawalka selbstbewusst mit Hinblick auf die EM in Frankreich.

Albanien schreibt Geschichte

Denn eines ist klar. Kann der Torjäger seine bestechenden Form konservieren, ist für die Polen die beste EM der Geschichte möglich. Dreimal (1960, 2008 und 2012) konnte sich Polen bisher für die EM-Endrunde qualifizieren - zweimal kam das Aus in der Vorrunde, einmal im Achtelfinale.

Eine historische Nacht erlebte auch Albanien. Erstmals in der Vereinsgeschichte ist das kleine Balkanland durch ein 3:0 in Armenien bei einer Europameisterschaft dabei. "Bonjour France" titelte die Tageszeitung Mapo, "Albanien hat Geschichte geschrieben" schrieb Koha jone. "Ein unfassbarer Traum ist wahr geworden", teilte Ministerpräsident Edi Rama via Twitter mit.

Nach dem geschichtsträchtigen Triumph herrscht in Albanien Ausnahmezustand. Zum Empfang der Mannschaft am Flughafen in Tirana werden Tausende Fans erwartet, alle Kinder haben schulfrei. Im Anschluss geht es für die neuen Nationalhelden in einem Siegeszug per Bus durch die Stadt, ehe Staatspräsident Bujar Nishani das Team schließlich mit dem Nationalorden auszeichnet.

Maxim trifft für Rumänien

Und auch Rumänien durfte jubeln, das sein EM-Ticket durch das abschließende 3:0 auf den Färöern löste.

"Die Jungs haben alles gegeben. Wir haben die Qualifikation verdient", sagte der trotz geglückter Quali nicht unumstrittene Nationalcoach Anghel Iordanescu. Erstmals seit acht Jahren ist das Land am Schwarzen Meer wieder bei einer EM dabei. Stürmer Constantin Budescu mit seinen beiden Treffern (4./45.) erlöste die Rumänen nach 428 Minuten ohne Tor.

Der Stuttgarter Alexandru Maxim sorgte für den Endstand (83.). Insgesamt ist es die fünfte EM-Teilnahme nach 1984, 1996, 2000 und 2008. "Ich kann nicht beschreiben, wie glücklich wir sind. Unsere Freude ist grenzenlos, denn der Druck war groß", sagte Kapitän Razvan Rat.

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