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Der Weltmeister findet ein halbes Jahr vor dem Turnier klare Worte und sieht viel Luft nach oben. Auch am Teamgeist müsse gearbeitet werden. Vom neuen FCB-Coach schwärmt er.

Weltmeister Sami Khedira sieht die deutsche Nationalmannschaft fünf Monate vor der Europameisterschaft in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) noch weit von der Titelform entfernt.

"Wenn wir ehrlich sind, hätten wir in unserer aktuellen Verfassung keine Chance", sagte der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler von Juventus Turin der Welt am Sonntag.

"Wieder geschlossene Einheit sein"

Seiner Meinung nach waren die Leistungen der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in den vergangenen Monaten schlichtweg "nicht gut genug". Jeder wisse, "dass wir alle noch eine Schippe drauflegen müssen". Vor allem müsse die Mannschaft auf und neben dem Platz "wieder eine geschlossene Einheit sein", forderte der Mittelfeldspieler: "Wir müssen in Top-Form sein, uns gegenseitig respektieren und pushen", sagte Khedira.

Dem deutschen Rekordmeister Bayern München, im Februar und März Champions-League-Achtelfinalgegner der Turiner, gratulierte Khedira zur Verpflichtung von Trainer Carlo Ancelotti, der zur kommenden Saison das Amt von Pep Guardiola übernimmt.

Khedira schwärmt von Ancelotti

"Die Bayern bekommen einen sehr guten Trainer", sagte Khedira, der von 2013 bis 2015 unter Ancelotti bei Real Madrid spielte und 2014 mit dem Italiener die Champions League gewann: "Er ist ein ausgezeichneter Fachmann, taktisch unheimlich bewandert. Was mich an ihm am meisten fasziniert, ist seine menschliche Art. Ich finde es bemerkenswert, wie gut er mit Menschen umgeht."

Ancelotti sei einerseits eine Respektsperson, dennoch ganz nah bei den Spielern, präzisierte Khedira: "Er weiß, wie er den richtigen Ton trifft. In jeglicher Hinsicht. Wenn ihm etwas missfällt, sagt er dir das genauso klar, wie er das tut, wenn er dich lobt."

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