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Martin Harnik (r.) feiert seinen Treffer für Österreich © Imago

Österreich beherrscht das Duell mit Albanien, Polens Nationalelf spaziert ohne ihre größten Stars gegen Serbien zum Sieg. In Russland kommt es zu einem historischen Debüt.

Österreich, Polen und Russland haben sich 76 Tage vor Beginn der EM in Frankreich (10. Juni bis 10. Juli) bereits in überzeugender Frühform präsentiert.

Die mit zahlreichen Bundesliga-Profis gespickte ÖFB-Auswahl setzte sich gegen EM-Neuling Albanien 2:1 (2:0) durch.

Weitgehend ohne seine Bundesliga-Stars feierte der frühere WM-Dritte Polen nach dem 1:0 gegen Serbien im Duell mit Finnland durch ein 5:0 (3:0) den zweiten Erfolg binnen vier Tagen. Russland tankte beim 3:0 (1:0) gegen Litauen Selbstvertrauen für das EM-Turnier. Ungarn trotzte im EM-Härtetest den Kroaten ein 1:1 (1:0).

Kollers Team legt Blitzstart hin

Österreich präsentierte sich in Wien bereits in ansprechender Form.

Marc Janko (6.) und der Stuttgarter Martin Harnik (13.) trafen früh für die weitgehend überlegenen Platzherren, die mit sechs aktuellen und drei früheren Deutschland-Legionären aufgelaufen waren.

Ermir Lenjani (47.) sorgte zwar für den Anschlusstreffer der Albaner, die jedoch nach der Gelb-Roten Karte gegen Ergys Kace (78.) in Unterzahl nichts mehr ausrichten konnten.

Joker Lewandowski geht leer aus

Polen stellte in Breslau ohne Bundesliga-Profis in der Anfangsformation die Weichen durch einen Doppelschlag von Kamil Grosicki (18.) und Pawel Wszolek (20.) schon vor der Pause auf Sieg. Filip Starzynski (32.) schraubte das Ergebnis weiter hoch. 

Nachdem Schlussmann Przemlyslaw Tyton vom Bundesligisten VfB Stuttgart zur zweiten Hälfte und Torjäger Robert Lewandowski vom deutschen Rekordmeister Bayern München in der 63. Minute ins Spiel gekommen waren, stellten Wszolek (67.) und Grosicki (85.) mit ihren zweiten Treffern den Endstand her.

Gebürtiger Brasilianer schreibt in Russland Geschichte

Russlands Sieg im Nachbarschafts-Duell mit Litauen ging durch das Debüt des gebürtigen Brasilianers Guilherme in die Geschichte der Sbornaja ein.

Der seit neun Jahren für Lokomotive Moskau spielende Torhüter rückte nach dem Seitenwechsel zwischen die Pfosten des WM-Gastgebers von 2018 und avancierte damit zum ersten nicht russischstämmigen Spieler in der Geschichte der Sbornaja, für die Fedor Smolow (41.) sowie Alexander Golowin (61.) und Denis Gluschalow (72.) zum klaren Sieg trafen.

In Budapest schien Kroatien nach dem Führungstreffer durch den früheren Münchner Mario Mandzukic (29.) bis zu Beginn der Schlussphase auf der Siegerstraße. Doch elf Minuten vor dem Abpfiff musste der frühere WM-Dritte noch den Ausgleich des Teams von Bernd Storck durch Balazs Dzsudzsak hinnehmen.

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