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Franck Ribery hat 81 Länderspiele für Frankreich absolviert
Franck Ribery hat 81 Länderspiele für Frankreich absolviert © Getty Images

Berlin - Frankreichs früherer Weltstar ist gegen eine Rückkehr des Bayern-Stars zur EM. Seine Begründung ist hart. Eine wesentlich höhere Meinung hat er von Kingsley Coman.

Mit seinen starken Vorstellungen in den letzten Wochen hat sich Franck Ribery beim FC Bayern wieder in den Fokus gespielt - und selbst eine Rückkehr in die französische Nationalmannschaft ins Gespräch gebracht.

Doch der frühere Weltstar Marcel Desailly hält nichts von einem Ribery-Comeback bei der EM im eigenen Land.

"Er ist ein großartiger Spieler, aber er hat sich selber aus der Nationalmannschaft zurückgezogen. Niemand hat ihn zum Rücktritt gedrängt. Jetzt ist das Team neu aufgestellt, er ist schon 33 Jahre alt und es sind nur noch vier Spiele in der Bundesliga", sagte Desailly am Rande des Laureus World Sports Awards.

"Vor allem hatte er eine Verletzung, bei der man immer sehr stark zurückkommt und dann wieder in ein Leistungsloch fällt. Und das könnte dann genau während der EM sein."

Daher würde er Nationalcoach Didier Deschamps den Verzicht auf Ribery empfehlen. Die Begründung des früheren Welt- und Europameisters: Die mangelnde Flexibilität des Offensivspielers.

Marcel Desailly (r.) mit SPORT1-Onlinechef Martin Volkmar
Marcel Desailly (r.) mit SPORT1-Onlinechef Martin Volkmar © SPORT1

"Er kann nur links spielen"

"Wenn man sich die Taktik der französischen Mannschaft anschaut, gibt es nur eine Position für Ribery. Wir haben ihn rechts und zentral als Spielmacher ausprobiert, das hat beides nicht funktioniert. Er kann nur links spielen", erklärte Desailly.

"Aber Frankreich muss mit drei Mittelfeldspielern spielen: Lassana Diarra, Pogba, Matuidi und es gibt noch mehr. Deshalb ist die Frage, ob Didier Deschamps nur für Ribery seine Taktik opfern will. Und macht es andernfalls wirklich Sinn, ihn in seinem Alter als Reservisten mitzunehmen? Es gibt so viele Aspekte, die mehr oder weniger schon die Antwort darauf geben."

Eine weit höhere Meinung hat der 47-Jährige dagegen von Bayerns zweitem Franzosen Kingsley Coman: "Didier wird ihn auf jeden Fall mitnehmen, er ist eine Waffe. Er ist natürlich nicht erste Wahl, aber er hat in den letzten Spielen mit Bayern und Frankreich gezeigt, was er kann. Die Power, die er als Einwechselspieler mitbringt, kann ein Spiel verändern."

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