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Berti Vogts trainierte zuletzt die Nationalmannschaft von Aserbaidschan © Getty Images

Der Europameister-Trainer von 1996 sieht die Entwicklung der heutigen Spielergeneration kritisch. Vor allem Selfies aus der Mannschaftskabinen seien für ihn ein No-Go.

Der frühere Bundestrainer Berti Vogts hat kurz vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich am Freitag die aktuelle Spielergeneration kritisiert.

"Heutzutage hat man es immer weniger mit Charakteren zu tun, die es in jeder großen deutschen Mannschaft gab. Heute sind es angepasste junge Menschen, die leider zu sehr geprägt werden von ihren Managern. Das ist eine große Gefahr für den Fußball", sagt Vogts dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Vogts, der die deutsche Mannschaft 1996 in England zum bislang letzten EM-Titel führte, hat zudem nicht viel für die Selbstvermarktung in sozialen Medien übrig.

"Jeder Fußballer ist eine kleine Ich-AG. Früher gab es Fußball, Fußball, Fußball - heute ist oft wichtig, ein Selfie zu machen. Sogar im Eiswasser. Ich würde das nicht zulassen. Ich wäre stocksauer, wenn einer aus der Kabine ein Selfie machen würde", sagte der 69-Jährige.

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