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Auch sie würde Spaniens TV-Zuschauern bei einem EM-Blackout vorenthalten bleiben: Moderatorin Sara Carbonero, die mit Nationalkeeper Iker Casillas liiert ist © Imago

Spaniens Fernsehanstalten wollen die horrenden Preise für die TV-Rechte nicht zahlen und pokern auch einen Monat vor der EM. Den Fans droht der Blackout.

Weniger als einen Monat vor Beginn der EM 2016 in Frankreich sind die TV-Rechte in Spanien noch immer nicht vergeben.

Die TV-Anstalten im Land des Titelverteidigers schrecken vor den hohen Preisen des europäischen Verbands UEFA in Höhe von rund 45 Millionen Euro zurück. Außerdem geht die Angst vor schlechten Quoten um, die stark vom Abschneiden der Spanier abhängen.

"Wir bleiben in dieser Frage informiert, befinden uns aber in keinerlei Verhandlungen", sagte etwa ein Sprecher des öffentlich-rechtlichen Senders TVE. Der Privatsender Mediapro sei "nicht interessiert" und Konkurrent Mediaset wartet darauf, "ob sich die Konditionen ändern und diese zu unseren Kriterien zur Profiabilität passen".

Mediaset hatte die Rechte für die Europameisterschaften 2008 und 2012 gekauft, die die spanische Nationalmannschaft jeweils gewann.

Für die vergangene Endrunde zahlte Mediaset rund 40 Millionen Euro. Nun nehmen jedoch 24 statt 16 Teams an der Euro teil, weshalb mehr Spiele ausgestrahlt werden können und der Preis steigt.

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