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Bislang konnte David Alaba (l.) noch nicht überzeigen
Bislang konnte David Alaba (l.) noch nicht überzeigen © Getty Images

Bislang konnte David Alaba für Österreich noch nicht überzeugen. Der Bayern-Profi hat bei ÖFB-Trainer Marcel Koller dennoch einen Stein im Brett.

David Alaba von Bayern München wird trotz seiner bisher schwachen Leistungen auch im abschließenden EM-Gruppenspiel in der Startelf der österreichischen Nationalmannschaft stehen. "Er wird sicher spielen. Auf welcher Position, werden wir morgen sehen", sagte Trainer Marcel Koller am Tag vor dem Duell mit EM-Neuling Island am Mittwoch (ab 17.45 Uhr live im SPORTRADIO SPORT1.fm) in St. Denis.

Der 23-jährige Alaba hatte gegen Ungarn (0:2) und Portugal (0:0) in Gruppe F nur mäßige Vorstellungen gezeigt, zuletzt wurde er sogar nach 65 Minuten ausgewechselt. Während Alaba in München als Linksverteidiger zum Einsatz kommt, spielt er in Österreichs Auswahl im Mittelfeld.

Ob das gegen Island erneut so sein wird, ließ Koller offen. "Alaba ist sehr, sehr variabel einsetzbar. Er hat tolle Fähigkeiten und kann auf vielen Positionen spielen", sagte Koller.

Kapitän Christian Fuchs verteidigte Alaba derweil. "Da er für den FC Bayern spielt und die Champions League gewonnen hat, liegt der ganze Fokus bei uns nur auf ihm. Das ist nicht fair", sagte Fuchs: "Wir sehen das Team als Star, nicht einzelne Spieler. Ich bin überzeugt, dass David ein großartiges Spiel machen wird. So wie alle anderen auch."

Auch Koller sprang Alaba zur Seite: "Nicht jeder Spieler kann jeden Tag immer auf Toplevel spielen, das ist auch eine Erfahrungssache."

Österreich ist aktuell Letzter in Gruppe F und braucht gegen Island dringend einen Sieg, um in Frankreich noch ins Achtelfinale einzuziehen.

"Das sind keine Blindgänger", meinte Koller über den EM-Neuling aus dem hohen Norden: "Wir brauchen 100 Prozent Einsatz, wir brauchen aber auch die Passstärke und Lockerheit, um zu gewinnen. Das ist das Ziel."

Mittelfeldspieler Zlatko Junuzovic könnte gegen Island wieder in die Nationalmannschaft zurückkehren. "Es geht ihm überraschend gut. Noch wissen wir aber nicht, ob es für das Spiel reicht", sagte Koller.

Der 28-jährige Junuzovic vom Bundesligisten Werder Bremen habe im Training bereits eine leichte Laufeinheit absolviert. Die Eindrücke im Teamquartier im südfranzösischen Mallemort seien positiv gewesen. "Wir sind zufrieden mit dem Heilungsverlauf, werden ihn aber nicht einsetzen, wenn da ein Restrisiko bleibt", sagte Koller. 

Junuzovic hatte sich beim 0:2 zum Auftakt der EURO in Frankreich gegen Ungarn einen Teilriss des Außenbandes im rechten Knöchel zugezogen. Gegen Portugal (0:0) war er beim Letzten der Gruppe F deswegen nicht zum Einsatz gekommen.

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