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Jamie Carragher kritisierte die englische Nationalmannschaft scharf
Jamie Carragher kritisierte die englische Nationalmannschaft scharf © Getty Images

Jamie Carragher lässt kein gutes Haar an der englischen Nationalmannschaft. Die Spieler seien zu "weich". Das liege an der Entwicklung in den Akademien.

Auch Jamie Carragher lässt nach Englands blamablem EM-Ausscheiden gegen Island kein gutes Haar an den Three Lions.

Das Team sei "physisch und mental zu weich" gewesen", schrieb Carragher in der Daily Mail. Das Ergebnis davon sei ein weiteres Turnier, das in "Elend und Verschulden" ende.

Roy Hodgson trage als Trainer zwar die Verantwortung, doch auch die Spieler müssen sich hinterfragen.

Carraghers Kritik richtet sich auch an die Fußballakademien, also an die Entwicklung der Spieler als Menschen. Sie bekämen sehr viel abgenommen und müssten sich nur auf den Fußball konzentrieren. "Wir glauben, dass wir Männer aus ihnen machen, dabei kreieren wir Babys", so Carragher.

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Das Leben sei "zu einfach. Sie werden von jungen Jahren an verhätschelt und bekommen Geld hinterhergeworfen. Wenn Dinge falsch laufen, bekommen sie gesagt, dass es nicht ihr Fehler sei", moniert der frühere Nationalspieler: "Manche 12- oder 13-Jährige haben Agenten. Wieso?"

Nach schwachen Leistungen der Nationalmannschaft würde immer dem Trainer, dem Schiedsrichter oder den Bedingungen die Schuld zugeschoben, aber nicht den Spielern.

Während beispielsweise die italienische Nationalmannschaft nicht in Panik gerate, wenn der Druck steigt, würden die Engländer sichtbar zurückschrecken - wie gegen Island.

Für den Neustart hat Carragher einen Trainer im Blick: Jürgen Klinsmann. Der 51-Jährige, der mit Deutschland bei der WM 2006 Dritter wurde und mit den USA zuletzt das Halbfinale der Copa America erreichte, kenne den englischen Fußball.

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