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Germany v Hungary - International Friendly
Joachim Löw betreute das DFB-Team schon während der EM-Endrunden 2008 und 2012 © Getty Images

Gegen die Ukraine wird Joachim Löw der Trainer mit den meisten EM-Spielen sein. Noch teilt er sich den Rekord mit einem Landsmann. Ein dritter Deutscher steht in den Top Ten.

Bereits beim ersten EM-Gruppenspiel gegen die Ukraine am Sonntag (ab 20 uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) wird Bundestrainer Joachim Löw einen Rekord aufstellen.

Mit dann zwölf Spielen bei einer EM-Endrunde hat er so viele Partien auf seinem Konto wie kein anderer Coach. Noch teilt sich Löw die Bestmarke mit Berti Vogts, der bei den Europameisterschaften 1992 und 1996 insgesamt auf elf Spiele kam.

Dahinter folgt Luiz Felipe Scolari mit zehn Einsätzen an der Seitenlinie für Portugal.

Mit Otto Rehhagel, der Griechenland insgesamt neunmal betreute und 2004 zum Titel führte, steht ein weiterer deutscher Trainer in den Top Ten der Liste.

Löw mahnt zu mehr Kampfgeist

Der Bundestrainer ermahnte derweil seine Nationalspieler eine Woche vor dem EM-Auftakt zu mehr Kampfgeist.

"Wir sind eine Mannschaft, die sich in den vergangenen zwei Jahren sehr stark auf ihre fußballerischen Fähigkeiten verlassen hat. Wir müssen aber andere Elemente, die wir schon mal hatten, wieder mehr einfließen lassen und zeigen", forderte Löw im Interview mit dem kicker.

Das seien "die kämpferischen Elemente, die Organisation und defensives Denken und Verhalten", erläuterte der Weltmeister-Trainer: "Da müssen wir uns steigern. In dieser Hinsicht sind wir noch nicht da, wo wir während des Turnieres 2014 waren." Grundsätzlich hält der 56-Jährige die mäßige Phase seit dem WM-Triumph 2014 aber für menschlich.

Fokus auf Standardsituationen

"Nach der WM war mir klar, dass es einen Spannungsabfall geben würde, wenn man in der Qualifikation gegen die Nummer 60 der Welt antreten muss. Nicht nur körperlich, auch emotional", erklärte er: "Dies kann man nicht gänzlich verhindern, auch bei mir war das am Anfang spürbar. Dieser Spannungsbogen muss sich auch wieder neu aufbauen."

Löws Eindruck ist aber, "dass dies gelingt". Er spüre seit Beginn des Trainingslagers in Ascona vor knapp zwei Wochen "eine gute Intensität und Mitarbeit" sowie "eine gute Mischung aus Anspannung und Entspannung".

Ein wichtiges Thema seien auch Standardsituationen, "in der Offensive genauso wie in der Defensive". Da habe es "in den vergangenen Monaten die eine oder andere Schwäche" gegeben: "Da waren wir zwischen 2008 und 2014 besser."

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