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England v Russia - Group B: UEFA Euro 2016
Roman Neustädter (r.) spielt bei der EM für Russland © Getty Images

Roman Neustädter zeigt kein Verständnis für die schweren Auseinandersetzungen zwischen Hooligans in Marseille. Die russischen Spieler seien jedoch machtlos.

Der russische Nationalspieler Roman Neustädter hat mit Unverständnis auf die massiven Hooligan-Attacken einiger Anhänger der Sbornaja im EM-Spielort Marseille reagiert.

"Wir haben natürlich eine Vorbildfunktion, aber wie soll ich für diese Leute noch Vorbild sein? Wir können diese Schläger gar nicht erreichen", schrieb der Bundesligaprofi von Schalke 04 in seinem Tagebuch bei Vice Sports. Er finde die Aktionen und Bilder "einfach schrecklich".

Der 28-Jährige habe von den Übergriffen der russischen Gewalttäter im Stade Velodrome direkt nach dem EM-Auftaktspiel gegen England (1:1) zunächst gar nichts mitbekommen, erfuhr erst in den Katakomben von den massiven Angriffen.

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"Warum schlagen sich die Menschen dafür die Köpfe ein? In solchen Situationen wird mir bewusst, dass wir Spieler so etwas leider nicht mehr beeinflussen können. Wir können das nicht verhindern", so Neustädter.

Trotz der äußerst negativen Begleiterscheinungen will Neustädter sein zweites Spiel für Russland, bei dem er in der Startformation zum Einsatz kam, in positiver Erinnerung behalten. "Es war das bisher besonderste Spiel meiner ganzen Karriere", schrieb der Mittelfeldspieler: "Mein Trikot habe ich nach dem Spiel mit keinem Engländer getauscht, so ein besonderes hebe ich mir natürlich auf."

In ihrem zweiten Spiel in der Gruppe B treffen die Russen mit Neustädter am Mittwoch (15.00 Uhr) in Lille auf die Slowakei.

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